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Buchmacher sehen Ukraine bei ESC klar vorne

Im Schatten des Kriegs in ihrer Heimat wird Kalush Orchestra beim diesjährigen ESC in Turin antreten. Internationale Wettanbieter rechnen mit einer Solidaritätsbekundung Europas für die ukrainische Band.

Die ukrainische Band Kalush Orchestra (undatierte Aufnahme) ist Favorit beim diesjährign Eurovision Song Contest.
Foto: Maxim Fesenko/UAPBC/ESC/dpa

Die Ukraine ist laut Buchmachern der Favorit auf den Sieg beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in Turin.

Internationale Wettanbieter sehen die ukrainische Band Kalush Orchestra, die mit dem Song «Stefania» antreten wird, vorne – und prognostizieren damit auch eine Solidaritätsbekundung Europas im Ukraine-Krieg.

Der Anbieter Unibet etwa bot am Montag die Siegquote 2 an, zahlt also bei 10 Euro Einsatz im Falle eines Sieges der Ukraine 20 Euro aus. Mitte Februar war die Ukraine, die sich in einem der Halbfinals (10. und 12. Mai) noch für das Finale am 14. Mai qualifizieren muss, in einem Gesamtranking einiger Buchmacher noch im Mittelfeld positioniert.

Zweiter Platz für Italien?

Auf dem zweiten Platz lagen Mahmood & Blanco (Siegquote 4,25), die in Turin mit ihrem Song «Brividi» das Gastgeberland Italien vertreten. Die Sänger gewannen im Februar das traditionelle Musikfestival von Sanremo – und haben laut der Buchmacher gute Chancen, den Erfolg von Måneskin zu wiederholen. Die Band hatte 2021 erst das Festival in Sanremo und dann auch den Eurovision Song Contest gewonnen.

Auf Platz 3 lag Schwedens Starterin Cornelia Jakobs, die mit dem Song «Hold Me Closer» ins Rennen geht (Siegquote 8). Deutschlands Teilnehmer Malik Harris («Rockstars») befand sich am Montag unter den insgesamt 40 Nationen, die mittlerweile alle ihren ESC-Beitrag gemeldet haben, im Ranking auf Platz 24 (Unibet-Siegquote 151) von 40 Plätzen. Die Buchmacher lagen mit den ESC-Spitzenplätzen oft richtig.

Der ESC ist schon jetzt stark vom Ukraine-Krieg geprägt. So rückte die ukrainische Band Kalush Orchestra für die ursprüngliche Kandidatin Alina Pash nach. Hintergrund waren offene Fragen zu einer Reise der Sängerin auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim im Jahr 2015. Russland wurde nach der Invasion in die Ukraine durch den ESC-Veranstalter – das ist der Senderverbund EBU (Europäische Rundfunkunion) – vom diesjährigen Song Contest ausgeschlossen.

dpa