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Deutschland erreicht alarmierend niedrige Geburtenzahlen – Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen

Die Geburtenrate in Deutschland erreicht 2025 den niedrigsten Stand seit 1946. Mit 654.300 Neugeborenen steht das Land vor dem größten Geburtendefizit der Nachkriegszeit. Faktoren wie kleinere Geburtenjahrgänge und sinkende Fertilitätszahlen tragen zu diesem Rückgang bei.

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Geburten: Immer weniger Babys! Geburtenrate sinkt auf niedrigsten Stand der Nachkriegszeit
Martin Falbisoner via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Berlin – Deutschland verzeichnet die niedrigste Geburtenrate seit 1946. Im Jahr 2025 wurden laut dem Statistischen Bundesamt nur 654.300 Neugeborene registriert. Im Vergleich dazu gab es rund 1,01 Millionen Sterbefälle, was zu einem erheblichen Geburtendefizit führt, das als das größte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingestuft wird.

Der Rückgang der Geburtenzahlen setzt sich bereits im vierten Jahr in Folge fort. Zwei wesentliche Faktoren tragen zu dieser Entwicklung bei: Zum einen erreichen die kleinen Geburtenjahrgänge aus den 1990er Jahren nun das fruchtbare Alter. Zum anderen ist die zusammengefasste Geburtenziffer, die angibt, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn die Verhältnisse des jeweiligen Jahres von ihrem 15. bis 49. Lebensjahr gelten, seit 2022 rückläufig. Besonders stark ist der Rückgang im Osten Deutschlands im Vergleich zum Westen.

Rückgang der Abtreibungen

Zusätzlich ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche gesunken. Im Jahr 2025 wurden 106.000 Abtreibungen registriert, was einem Rückgang von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennoch liegt die Zahl der Abtreibungen weiterhin über dem Niveau der Jahre 2014 bis 2020. Die genauen Ursachen für diese Entwicklung sind anhand der vorliegenden Daten nicht abschließend zu bewerten.

Die aktuellen Zahlen werfen ein besorgniserregendes Licht auf die demografische Entwicklung in Deutschland und erfordern eine eingehende Analyse der zugrunde liegenden Faktoren.

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Bildquelle: Martin Falbisoner via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

TS