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Eichenprozessionsspinner: Hitze begünstigt massiven Befall in Deutschland

Hohe Temperaturen begünstigen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Deutschland. Um die gesundheitlichen Risiken durch die gefürchteten Raupen zu minimieren, setzen viele Regionen auf gezielte Bekämpfungsmaßnahmen, teilweise auch aus der Luft.

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Eichenprozessionsspinner werden zur Plage - Nachtfalter profitiert vom derzeitigen Wetter
Kleuske via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Schädling profitiert von hohen Temperaturen

Die gegenwärtigen hohen Temperaturen fördern die Verbreitung der Eichenprozessionsspinner in Deutschland. In zahlreichen Regionen werden die Raupen mit erheblichem Aufwand bekämpft, teilweise sogar aus der Luft mit Hubschraubern.

Während sich Badegäste über die Hitzetage freuen und die Pflanzen in den Gärten sprießen, profitiert auch ein unerwünschter Schädling: der Eichenprozessionsspinner. Diese Nachtfalter bevorzugen warm-trockene Bedingungen, wie das Umweltbundesamt (Uba) feststellt. Am Waidsee in Baden-Württemberg wurde aufgrund eines Befalls ein Bereich gesperrt, und in vielen Teilen Deutschlands werden die Tiere bereits wieder intensiv bekämpft.

Bekämpfungsmaßnahmen in verschiedenen Bundesländern

In Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg wurde bakterienbasiertes Insektizid aus Hubschraubern über Hunderte von Hektar versprüht. In anderen Regionen erfolgt eine gezielte Behandlung von Eichen, insbesondere in Kindergärten, auf Friedhöfen und an Sportplätzen. In Leipzig kommen in diesem Jahr Fadenwürmer als biologisches Mittel in Grünanlagen zum Einsatz, während andernorts die Nester von befallenen Bäumen abgesaugt werden.

Gesundheitsrisiken durch Brennhaare

Die feinen Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners können schwere allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden hervorrufen. Die Empfindlichkeit gegenüber diesen Haaren kann mit der Anzahl der Kontakte zunehmen. Das Uba empfiehlt, betroffene Gebiete mit befallenen Bäumen möglichst zu meiden.

Verwechslung mit anderen Schädlingen

Oft werden die Nester der Raupen mit anderen Gespinsten verwechselt. Spinnennetzartige Strukturen an Sträuchern und Bäumen erwecken häufig den Eindruck, dass es sich um Eichenprozessionsspinner handelt. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch meist um Gespinstmotten, die keine gesundheitlichen Risiken darstellen. Im Inneren der eingesponnenen Pflanzen sind meist weißliche, weitgehend haarlose Raupen mit schwarzen Flecken zu finden.

Im Gegensatz zu den Eichenprozessionsspinnern (Thaumetopoea processionea), die fast ausschließlich Eichen befallen, nutzen die Gespinstmotten eine Vielzahl von Baum- und Straucharten. Die Nester der Eichenprozessionsspinner sind zudem kompakter und hängen vor allem am Stamm oder in Astgabeln.

Ursprung und Ausbreitung

Der Eichenprozessionsspinner stammt ursprünglich aus Südosteuropa und war in Deutschland vor wenigen Jahrzehnten nur selten anzutreffen. Inzwischen kommt es jedoch immer häufiger zu massiven Vermehrungen dieser Nachtfalter. „Im Zuge des Klimawandels und den damit verbundenen wärmeren Frühjahrsmonaten ist eine Ausweitung der Befallsgebiete zu erwarten“, so die Einschätzung des Uba.


Quellen: n-tv

Bildquelle: Kleuske via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

TS