Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Grüne, SPD und Linke beenden Social-Media-Aktivitäten auf X: Ein Schritt ins Unbekannte

SPD, Grüne und Linke beenden ihre Aktivitäten auf X und begründen dies mit der zunehmenden Desinformation auf der Plattform. Die Parteien ziehen sich gemeinsam zurück und betonen die Bedeutung eines informativen Austauschs in politischen Debatten.

Artikel hören

KI-generiert / KI-generiert

In einer koordinierten Aktion haben die Parteien SPD, Grüne und Linke beschlossen, ihre Präsenz auf der Plattform X einzustellen. Der Grund für diesen Schritt sind Vorwürfe, dass das soziale Netzwerk Desinformation fördert und nicht mehr in der Lage ist, die Menschen effektiv zu erreichen. Betroffen sind sowohl die offiziellen Accounts der Parteien als auch die privaten Profile führender Politiker.

Rückzug von X: Ein Zeichen gegen Desinformation

Die Entscheidung, sich von X zurückzuziehen, wurde in gemeinsamen Mitteilungen der Parteien bekannt gegeben. In diesen wird erklärt: „X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken.“ Die Mitteilungen betonen, dass politische Debatten auf einem Austausch basieren, der die Menschen erreicht und informiert. Im Gegensatz dazu fördere X zunehmend Desinformation. Unter dem Hashtag #WirVerlassenX wird angekündigt: „Deshalb bespielen wir diesen Account nicht mehr.“

Elon Musks Einfluss und die Folgen

Der Rückzug erfolgt vor dem Hintergrund, dass Elon Musk im Oktober 2022 Twitter übernommen und die Plattform in X umbenannt hat. Seitdem wurden Schutzmechanismen gegen Desinformation zurückgefahren, was Musk mit dem Ziel begründet hat, die „freie Meinungsäußerung“ zu fördern. Diese Veränderungen haben in den letzten Jahren immer wieder zu Überlegungen innerhalb der deutschen Parteien geführt, X zu verlassen. Besonders die Unterstützung Musks für rechtspopulistische Bewegungen und sein Engagement für den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wurden kritisch betrachtet.

Betroffene Accounts und zukünftige Strategien

Von dem Rückzug sind die offiziellen Accounts der Grünen, der SPD und der Linken sowie die Accounts der Bundestagsfraktionen betroffen. Auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker, darunter die Fraktions- und Parteivorsitzenden der Grünen, schließen sich diesem Schritt an. Es ist jedoch geplant, die Accounts nicht zu löschen, sondern vorerst nur zu deaktivieren.

Empfehlung für Mitglieder und Parteigliederungen

Die drei Parteien beabsichtigen, auch ihren Mitgliedern und Parteigliederungen zu empfehlen, sich von X zurückzuziehen. Dies wurde in einem internen Portal kommuniziert. Den Mitgliedern stehe es jedoch „natürlich frei, selbst zu entscheiden, ob sie auf X bleiben wollen“, erklärte Pegah Edalatian, die Politische Geschäftsführerin der Grünen. Für zukünftige digitale Debatten sollen alternative Plattformen wie der Internetdienst Bluesky genutzt werden.

Insgesamt zeigt dieser Schritt der drei Parteien eine klare Positionierung gegen die aktuellen Entwicklungen auf X und die damit verbundenen Herausforderungen für die politische Kommunikation im digitalen Raum.

TS