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Militärflugzeug mit Bargeld an Bord stürzt in Bolivien ab – mindestens 15 Tote

Bei einem schweren Flugzeugabsturz in Bolivien sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Die Militärmaschine, die Bargeld transportierte, stürzte nahe dem Flughafen El Alto auf eine belebte Straße – am Unglücksort kam es zu Tumulten und Plünderungen. Die Behörden ermitteln zur Absturzursache.

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Foto: NF24 / KI

Bei einem schweren Flugzeugunglück in Bolivien sind am Freitag, 27. Februar 2026, mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, nachdem eine militärische Frachtmaschine beim Landeanflug auf den Flughafen von El Alto von der Landebahn abgekommen und abgestürzt ist. Das Flugzeug gehörte zur bolivianischen Luftwaffe und transportierte neu gedruckte Banknoten, bevor es in der Nähe einer belebten Straße zum Stillstand kam. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch ungeklärt und werden derzeit untersucht.

Tragödie mit Folgen am Boden

Das Militärtransportflugzeug vom Typ Hercules C-130 kam beim Versuch, auf dem Internationalen Flughafen El Alto zu landen, von der Piste ab und schleuderte auf eine stark befahrene Straße in der Stadt El Alto bei La Paz. Das Wrack explodierte in Flammen und beschädigte mehrere Fahrzeuge entlang der Straße erheblich, darunter Autos, Kleinbusse und Lastwagen. Zahlreiche Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Absturzes auf der Straße befanden, wurden verletzt oder getötet.

Laut offiziellen Angaben wurden außerdem Verletzte in umliegende Krankenhäuser gebracht; die Zahl der Opfer könnte noch steigen, da die Rettungsarbeiten andauern.

Bargeld am Unfallort löst Chaos aus

Die Maschine transportierte frisch gedruckte Banknoten des zentralbolivianischen Banknotensystems, die sich beim Aufprall über dem Unfallort verteilten. Zahlreiche Schaulustige und Anwohner versuchten, die verstreuten Geldscheine aufzusammeln, was die Rettungsarbeiten erheblich behinderte und zu Tumulten und Plünderungen führte.

Die Polizei und das Militär setzten schließlich Wasserwerfer und andere Mittel ein, um die Menge zu zerstreuen und den Bereich zu sichern. Mehr als 500 Soldaten und 100 Polizisten wurden eingesetzt, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Geldscheine verbrannt und Flughafenbetrieb eingestellt

Vertreter des bolivianischen Zentralbankpräsidenten David Espinoza erklärten, dass die transportierten Banknoten keinen rechtlichen Wert hätten, da sie noch nicht in Umlauf gebracht worden seien. Aus diesem Grund wurden Kisten mit dem Geld von Sicherheitskräften verbrannt, um eine weitere Verbreitung der ungesetzlichen Banknoten zu verhindern.

Wegen des Unglücks wurde der Flugbetrieb am Flughafen El Alto vorübergehend ausgesetzt, bevor der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen wurde. Die Behörden haben eine Untersuchung des Unfallhergangs eingeleitet, um die genaue Ursache des Absturzes festzustellen.

Hintergründe und laufende Reaktionen

Die bolivianischen Behörden reagierten auf die dramatischen Szenen vor Ort mit eindringlichen Appellen an die Bevölkerung, den Rettungskräften Raum zu geben und nicht zu versuchen, Geld aus der Unfallstelle zu bergen – allein schon aus Sicherheitsgründen angesichts der Trümmer und möglichen chemischen Gefahren.

Die internationale Gemeinschaft verfolgte das Unglück ebenfalls, da es sich um eines der schwersten Flugzeugunglücke in Bolivien der letzten Jahre handelt. Flugunglücke in der Region haben in der Vergangenheit immer wieder Fragen nach Sicherheitsstandards und Flugbetriebspraktiken aufgeworfen.

bh
Quellen: bild.de