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Ressourcenverbrauch erreicht kritischen Punkt: Erdüberlastungstag am 30. Juli 2026

Am 30. Juli ist der Erdüberlastungstag, der zeigt, dass die Menschheit mehr Ressourcen verbraucht hat, als die Erde regenerieren kann. Die alarmierenden Entwicklungen in Bereichen wie Abholzung, Überfischung und Wasserknappheit verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen wir stehen.

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Ab heute sind die Ressourcen der Erde aufgebraucht
Bildquelle: Carl Wang auf Unsplash

Der Erdüberlastungstag ist ein bedeutender Marker im Kalenderjahr, an dem die Menschheit mehr natürliche Ressourcen verbraucht hat, als die Erde in der Lage ist, wiederherzustellen. In diesem Jahr fällt dieser wichtige Tag auf den 30. Juli.

Ungleichgewicht zwischen Verbrauch und Regeneration

Dieser Tag macht deutlich, wie sehr der ökologische Fußabdruck der Menschheit, hervorgerufen durch den Verbrauch von Ressourcen wie Holz, Fisch und landwirtschaftlichen Flächen, die Biokapazität unseres Planeten übersteigt. Die Biokapazität bezieht sich auf die Fähigkeit der Erde, die verbrauchten Ressourcen selbstständig zu regenerieren und das durch fossile Brennstoffe entstehende CO2 zu binden.

Folgen der Regenwaldabholzung

Ein besonders alarmierendes Beispiel für diese Übernutzung ist die drastische Abholzung der Regenwälder. Diese erfolgt häufig durch Brandrodungen mit dem Ziel, Holz, Bodenschätze und landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2024 etwa 26,5 Millionen Hektar Regenwald weltweit abgeholzt, was fast drei Viertel der Fläche Deutschlands entspricht.

Eine Studie des WWF legt nahe, dass die Abholzung im Amazonasgebiet eine Kettenreaktion auslösen kann, die die Regenerationsfähigkeit dieser Wälder weiter beeinträchtigt. Durch Verdunstung unterstützt der Regenwald die Bildung von Niederschlägen; ein Rückgang der Baumanzahl führt zu weniger Regen und verstärkt somit den Waldverlust.

Kritische Überfischung der Meere

Die Lage bei den Fischbeständen ist ebenfalls alarmierend. Laut den Vereinten Nationen hat sich der Anteil überfischter Bestände von nur zehn Prozent im Jahr 1974 auf über 50 Prozent im Jahr 2021 erhöht. Zwar können Aquakulturen teilweise den wachsenden Fischbedarf decken, doch Fangverbote für stark bedrohte Arten werden häufig nicht durchgesetzt. So ist es in der Ostsee beispielsweise erlaubt, Dorsch und Hering zu fangen, obwohl Greenpeace auf den drohenden Kollaps dieser Bestände hinweist.

Wasserressourcen in der Krise

Im Bereich Wasser ist die Situation noch dramatischer. Der jüngste UN-Bericht warnt nicht mehr nur vor einem „überzogenen Konto“, sondern spricht bereits von einem „Bankrott“. Die Wassermenge in Flüssen nimmt ab, und mehr als die Hälfte der großen Seen weltweit hat seit den frühen 1990er Jahren an Wasserstand verloren. Zudem zeigen 70 Prozent der größeren Grundwasserspeicher einen stetigen Rückgang, was auf die übermäßige Entnahme von Wasser, vor allem für die Landwirtschaft, zurückzuführen ist.

Ökologischer Fußabdruck und Ressourcenverbrauch

Laut dem Global Footprint Network benötigt die Menschheit derzeit die Ressourcen von mehr als 1,7 Planeten, um das Gleichgewicht zwischen Verbrauch und natürlicher Regeneration aufrechtzuerhalten. Der Ressourcenverbrauch variiert jedoch stark zwischen den Ländern. Wäre der Ressourcenverbrauch weltweit so hoch wie der der Kataris, würde der Erdüberlastungstag bereits am 4. Februar eintreten. Im Gegensatz dazu würde er beim durchschnittlichen Verbrauch in Honduras erst am 27. November erreicht werden.

Deutschland und der Erdüberlastungstag

Deutschland gehört zu den Nationen mit einem überdurchschnittlichen Ressourcenverbrauch. Würden alle Menschen weltweit so leben wie die Deutschen, wäre der Erdüberlastungstag bereits am 10. Mai erreicht. Dennoch gibt es auch ermutigende Entwicklungen: Seit 2018 stagniert das Datum des Erdüberlastungstags, was darauf hindeutet, dass die Belastung des Planeten auf einem stabilen Niveau verharrt. Im Jahr 2025 wird der Erdüberlastungstag auf den 24. Juli datiert, während er im Jahr 2024 auf den 1. August fiel.


Quellen: tagesschau, FAZ

Bildquelle: Bildquelle: Carl Wang auf Unsplash

TS