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Samsung auf der IFA 2026: KI, Foldables und ein Projektor mit Touch-Funktion

Samsung setzt auf der IFA 2026 in Berlin auf künstliche Intelligenz, flexible Displays und neue Ideen für das vernetzte Zuhause. Zu den angekündigten Highlights gehören die Bespoke AI Waschmaschine, der außergewöhnliche Projektor The Premiere 5 und das Galaxy Z Fold7. Gleichzeitig übernimmt Samsung eine besondere Rolle als Hauptsponsor des IFA Creator Hub.

Foto: ifa-berlin.com

Samsung gehört auch 2026 zu den großen Namen der IFA in Berlin. Allerdings präsentiert sich der südkoreanische Technologiekonzern in diesem Jahr mit einem etwas anderen Konzept. Neben der Präsenz auf dem Messegelände verlagert Samsung einen Teil seiner Aktivitäten in die Berliner Innenstadt und setzt gleichzeitig einen deutlichen Schwerpunkt auf Content Creation und künstliche Intelligenz.

Auf dem offiziellen IFA-Ausstellerprofil werden drei Produkte besonders hervorgehoben: die Samsung Bespoke AI Waschmaschine, der kompakte Projektor The Premiere 5 und das faltbare Premium-Smartphone Galaxy Z Fold7.

Damit deckt Samsung gleich mehrere wichtige Technikbereiche ab – vom intelligenten Haushalt über Entertainment bis zum Smartphone.

Samsung Bespoke AI Waschmaschine: KI zieht endgültig in den Haushalt ein

Eines der zentralen Samsung-Themen auf der IFA 2026 ist künstliche Intelligenz im Alltag. Besonders deutlich wird das bei der neuen Bespoke AI Waschmaschine.

Samsung stattet das Gerät mit einem großen 7-Zoll-Display aus und kombiniert klassische Haushaltsfunktionen mit verschiedenen AI-Features. Das Ziel ist klar: Die Waschmaschine soll möglichst viele Routinen vereinfachen und den Nutzer bei der Wäschepflege unterstützen.

Dabei geht es nicht nur um Komfort, sondern auch um den Energieverbrauch.

Laut Samsung sind Modelle der Serie WF90F/24 mit neun Kilogramm Fassungsvermögen im Eco-Programm bis zu 55 Prozent effizienter, als es für das Erreichen des Grenzwerts der Energieeffizienzklasse A erforderlich wäre. Die Angaben basieren auf internen Tests und gelten nicht für sämtliche Modelle.

Noch interessanter wird es beim sogenannten AI Energy Mode. Samsung gibt an, dass sich in vielen Programmen zusätzlich Energie einsparen lässt. Unter den vom Hersteller angegebenen Testbedingungen waren Einsparungen von bis zu 70 Prozent möglich. Die tatsächlichen Werte können abhängig von Programm und Nutzung variieren.

„Hey Bixby, öffne die Waschmaschine“

Samsung möchte die Bedienung von Haushaltsgeräten außerdem stärker über Sprache ermöglichen.

Die Bespoke AI Waschmaschine unterstützt dafür Bixby. Wer gerade keine Hand frei hat, kann bestimmte Funktionen per Sprachbefehl steuern.

Ein von Samsung genanntes Beispiel ist das Öffnen der Waschmaschinentür per Sprachkommando. Für die entsprechenden vernetzten Funktionen werden unter anderem eine WLAN-Verbindung und ein Samsung-Konto benötigt.

Damit zeigt sich ein größerer Trend, den Samsung seit Jahren verfolgt: Haushaltsgeräte sollen nicht mehr isoliert betrachtet werden. Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher, Smartphone und andere Geräte werden zunehmend Bestandteile eines miteinander vernetzten Smart Homes.

Künstliche Intelligenz soll dabei nicht nur ein zusätzliches Feature sein, sondern Abläufe automatisieren und den Energieverbrauch optimieren.

Samsung The Premiere 5: Dieser Projektor macht den Tisch zum Touchscreen

Zu den ungewöhnlichsten Samsung-Produkten auf der IFA gehört der The Premiere 5.

Dabei handelt es sich um einen kompakten Ultra-Kurzdistanzprojektor mit Triple-Laser-Technologie. Der entscheidende Unterschied zu einem klassischen Beamer liegt jedoch darin, dass Samsung das Gerät nicht ausschließlich für Projektionen an der Wand entwickelt hat.

Auch Tische und Böden können als Projektionsfläche dienen.

Der Projektor erzeugt laut Samsung Bilddiagonalen zwischen 20 und 100 Zoll und stellt Inhalte in Full HD dar.

Autofokus und Auto Keystone sollen dafür sorgen, dass das projizierte Bild automatisch scharfgestellt und geometrisch korrigiert wird. Dadurch soll der Nutzer möglichst wenig Zeit mit der manuellen Einrichtung verbringen müssen.

Vom Küchentisch zum digitalen Spielbrett

Der spannendste Bestandteil von The Premiere 5 ist die Touch-Funktion.

In Verbindung mit dem Touch-Stand können Inhalte auf eine geeignete Oberfläche projiziert und anschließend direkt per Berührung gesteuert werden. Samsung macht aus dem Projektor damit eine Mischung aus Beamer und riesigem Touchscreen.

Die möglichen Anwendungen gehen deutlich über einen klassischen Filmabend hinaus.

Ein Tisch könnte beispielsweise zum interaktiven Spielbrett werden. In der Küche ließen sich Rezeptvideos auf die Arbeitsfläche projizieren und per Fingerbewegung steuern. Beim Sport könnten Workout-Videos direkt neben der Trainingsmatte erscheinen.

Auch Lern- und Kreativanwendungen sind denkbar.

Gerade diese Vielseitigkeit macht The Premiere 5 zu einem der interessantesten Samsung-Produkte der IFA 2026. Statt lediglich einen weiteren leistungsfähigeren Projektor vorzustellen, versucht Samsung, die Nutzungsmöglichkeiten der gesamten Produktkategorie zu erweitern.

Smart Speaker direkt im Projektor

Auch beim Ton soll The Premiere 5 möglichst eigenständig funktionieren.

Samsung integriert Smart Speaker und unterstützt sowohl Alexa als auch Bixby. Damit kann der Projektor gleichzeitig als Bestandteil des vernetzten Zuhauses eingesetzt werden.

Der Ansatz passt zur übergeordneten Samsung-Strategie: Einzelne Geräte sollen zunehmend miteinander kommunizieren und verschiedene Aufgaben übernehmen.

Der Projektor wird dadurch nicht ausschließlich zum Fernseher-Ersatz, sondern kann abhängig von Situation und Raum als Entertainment-System, Fitnessbegleiter, digitales Spielbrett oder Informationsdisplay dienen.

Galaxy Z Fold7: Samsung macht das Foldable dünner und leichter

Das dritte große Produkt-Highlight ist das Samsung Galaxy Z Fold7.

Samsung entwickelt seine Foldable-Serie damit konsequent weiter und versucht gleichzeitig, einen der bisherigen Nachteile faltbarer Smartphones zu reduzieren: Größe und Gewicht.

Das Galaxy Z Fold7 wiegt laut Hersteller nur 215 Gramm und ist damit sogar leichter als das Galaxy S25 Ultra. Zusammengeklappt misst das Smartphone 8,9 Millimeter, geöffnet sind es lediglich 4,2 Millimeter, wobei Samsung bei dieser Angabe den Rahmen des Hauptbildschirms nicht einbezieht.

Damit nähert sich das Foldable bei Gewicht und Abmessungen immer stärker klassischen Premium-Smartphones an.

Größeres Display für Multitasking und Galaxy AI

Seine eigentliche Stärke spielt das Galaxy Z Fold7 weiterhin im geöffneten Zustand aus.

Das Hauptdisplay ist laut Samsung gegenüber der Vorgängergeneration um elf Prozent größer. Dadurch steht mehr Platz für Multitasking, Bildbearbeitung, Texte und die parallele Nutzung mehrerer Anwendungen zur Verfügung.

Gerade bei einem Foldable ist dieser zusätzliche Platz entscheidend. Das Gerät soll schließlich Smartphone und kompaktes Tablet miteinander verbinden.

Samsung integriert außerdem seine Galaxy AI-Funktionen tief in die Benutzeroberfläche. One UI 8 bildet dabei die Softwarebasis für verschiedene multimodale AI-Funktionen, die für das faltbare Display optimiert wurden.

Ein Beispiel ist der Objektradierer zur Bearbeitung von Bildern. Auf dem großen Display können Bereiche präziser markiert und Veränderungen unmittelbar betrachtet werden.

Erstmals 200-Megapixel-Kamera in Samsungs Fold-Serie

Besonders deutlich wertet Samsung die Kamera auf.

Das Galaxy Z Fold7 erhält erstmals innerhalb der Galaxy-Z-Serie eine 200-Megapixel-Weitwinkelkamera. Samsung bringt damit ein Kamera-Setup aus seiner Galaxy-S-Premiumklasse in sein Foldable-Portfolio.

Nach Herstellerangaben kann die Kamera viermal mehr Details erfassen und 44 Prozent hellere Bilder erzeugen als beim Vorgängermodell.

Zusätzlich arbeitet eine AI-gestützte Bildverarbeitung im Hintergrund. Sie soll Belichtung, Schärfe und Bilddarstellung optimieren und insbesondere bei schwierigeren Lichtbedingungen für bessere Ergebnisse sorgen.

Damit versucht Samsung, einen weiteren klassischen Kompromiss bei Foldables zu beseitigen. Käufer eines faltbaren Premium-Smartphones sollen bei der Kamera nicht mehr gegenüber den klassischen Ultra-Modellen zurückstecken müssen.

KI zieht sich durch Samsungs IFA-Auftritt

Betrachtet man die drei von der IFA hervorgehobenen Produkte gemeinsam, wird Samsungs Strategie schnell deutlich.

Künstliche Intelligenz bildet die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Produktkategorien.

Bei der Bespoke AI Waschmaschine soll sie Haushaltsroutinen vereinfachen und Energie sparen. Beim Galaxy Z Fold7 unterstützt sie unter anderem Produktivität und Bildbearbeitung.

Gleichzeitig arbeitet Samsung daran, bekannte Gerätekategorien flexibler zu gestalten. Das Foldable verändert seine Größe abhängig von der Nutzung. The Premiere 5 verwandelt unterschiedliche Oberflächen in Displays und teilweise sogar in interaktive Touchflächen.

Samsung präsentiert auf der IFA damit weniger einzelne technische Spielereien als vielmehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sich Geräte stärker an Situationen und Nutzer anpassen können.

Samsung wird Hauptsponsor des IFA Creator Hub

Samsung übernimmt 2026 zusätzlich eine besondere Rolle auf der IFA: Das Unternehmen ist offizieller Hauptsponsor des IFA Creator Hub.

Im Palais am Funkturm entsteht während der Messe ein zentraler Bereich für Influencer, Streamer und Content Creator. Dort stehen unter anderem Streaming-Studios, Podcast- und Creator-Spaces sowie Arbeits- und Networkingbereiche zur Verfügung. Samsung soll den Creator Hub mit einem eigenen Programm und interaktiven Formaten mitgestalten.

Für die IFA ist dieser Bereich strategisch interessant. Produktneuheiten werden längst nicht mehr ausschließlich über klassische Medien oder Fachpublikationen verbreitet. YouTube, TikTok, Instagram und andere Plattformen haben erheblichen Einfluss darauf, welche Geräte Aufmerksamkeit erhalten.

Samsung positioniert sich mit dem Sponsoring genau an dieser Schnittstelle zwischen Technologie, Entertainment und digitaler Reichweite.

Samsung bringt die IFA auch in die Berliner Innenstadt

Noch eine Besonderheit gibt es 2026.

Samsung verlagert einen Teil seiner klassischen IFA-Präsenz in die Berliner City. Laut IFA richtet sich das eigenständige Veranstaltungsformat insbesondere an Fachhandel, B2B-Publikum und Medien und ist offizieller Bestandteil des IFA-Programms.

Ab dem 2. September 2026 sollen im Humboldt Carré Produktpräsentationen und Möglichkeiten zum direkten Austausch mit der B2B-Community stattfinden. Während der eigentlichen Messetage ist der Zugang laut IFA mit einem Fachbesucherausweis möglich.

Damit erweitert Samsung seinen Messeauftritt über das traditionelle Berliner Messegelände hinaus.

Wo ist Samsung auf der IFA 2026 zu finden?

Auf dem offiziellen IFA-Ausstellerprofil wird Samsung dem Bereich Content Creation zugeordnet. Angegeben sind der Standort Palais PAF-101 sowie Meetingräume im CityCube Hall B, CCBB-R2.

Die IFA 2026 findet vom 4. bis 8. September 2026 auf dem Gelände der Messe Berlin statt. Für Fachbesucher öffnet die Messe von Freitag bis Dienstag jeweils von 9:30 bis 18:00 Uhr. Privatbesucher können am Freitag ab 12:00 Uhr und von Samstag bis Dienstag jeweils ab 10:00 Uhr auf das Gelände.

Samsung dürfte dabei zu den Ausstellern gehören, bei denen weniger ein einzelnes Produkt als vielmehr das Zusammenspiel verschiedener Technologien im Mittelpunkt steht.

TS