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Spritpreise durch 12-Uhr-Regel noch höher! Studie beweist es

Eine neue Studie zeigt, dass die seit April 2026 geltende 12-Uhr-Regel die Spritpreise erheblich erhöht hat. Die Gewinnmargen der Mineralölindustrie sind laut den Forschern deutlich gestiegen, insbesondere bei kleineren Tankstellen.

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Spritpreise durch 12-Uhr-Regel noch höher! Studie beweist es
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Die Befürchtungen vieler Autofahrer haben sich bewahrheitet: Die seit dem 1. April 2026 geltende 12-Uhr-Regel hat die Preise für Kraftstoffe weiter erhöht. Eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) belegt, dass die Mineralölindustrie von den Preisanstiegen profitiert hat.

Die Untersuchung zeigt, dass die Gewinnmarge für Superbenzin in den ersten zwei Wochen nach Einführung der Regel im Durchschnitt um 6 Cent pro Liter höher war als in den zwei Wochen zuvor. Bei Diesel schwankten die Margen stark, weshalb eine belastbare Aussage über den Anstieg dort derzeit nicht möglich ist. Leona Jung, Studienautorin vom DICE, resümiert:

„Das Maßnahmenpaket hat bisher nicht dazu geführt, das Preisniveau zu senken.“

Die Höhe der Preiserhöhungen und Gewinne variiert jedoch je nach Region und Tankstellengröße. Die Forscher stellten fest, dass kleinere Ketten und unabhängige Anbieter die größten Margenanstiege verzeichneten, während große Ketten die geringsten Zuwächse aufwiesen. In diesem Zusammenhang hat auch Italien Alarm geschlagen: Die Regierung interveniert bei Spritpreisen, um die Verbraucher zu entlasten.

Preissenkungen ab Mai angekündigt

Ab dem 1. Mai 2026 sollen die Preise für Benzin und Diesel sinken: Bis Ende Juni wird die Steuer auf beide Kraftstoffe um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter gesenkt. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar sind die Spritpreise stark angestiegen und liegen trotz eines zwischenzeitlichen Rückgangs weiterhin deutlich über den Niveaus vor Kriegsbeginn.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (51, SPD) hat bereits vor der Einführung der 12-Uhr-Regel eine Verlängerung des Tankrabatts gefordert, sollte es zu keinen signifikanten Preissenkungen kommen.

„Es ist völlig klar, dass dieser Rabatt verlängert werden muss, solange diese Preise so hoch sind“, äußerte Schwesig gegenüber „phoenix“. Eine Begrenzung auf zwei Monate könne ihrer Meinung nach „nicht die Dauerlösung sein“.

Bildquelle: depositphotos

TS