Ein grausamer Fund erschüttert Tierfreunde in Sachsen: In einer Kleingartenanlage wird ein Igel entdeckt, dessen Körper mit roter Farbe besprüht ist. Polizisten bringen das geschwächte Tier in eine Klinik, später übernimmt eine private Igelhilfe die Versorgung. Zunächst scheint sich „Pinkie“ zu erholen. Doch eine Woche nach seinem Fund stirbt der Igel. Die Polizei ermittelt und sucht nach den Verantwortlichen.
Unfassbare Tierquälerei: Igel „Pinkie“ mit roter Farbe besprüht – eine Woche später ist er tot

Rot besprühter Igel in Kleingartenanlage entdeckt
Ein Fall mutmaßlicher Tierquälerei beschäftigt die Polizei im Landkreis Leipzig. In der Kleingartenanlage „Farbenfroh“ im Grimmaer Ortsteil Nerchau wurde ein Igel entdeckt, der offenbar mit roter Farbe besprüht worden war. Ein Parzellenbesitzer bemerkte das Tier und verständigte die Polizei. Ob der Igel tatsächlich in der Gartenanlage mit der Farbe besprüht wurde oder erst später dort auftauchte, ist bislang nicht geklärt. t-online
Eine Streife des Polizeireviers Grimma kümmerte sich um das Tier und brachte es zunächst in die Tierklinik Nossen. Anschließend kam der Igel in die Obhut der Privaten Igelhilfe Riesa. Dort bekam er von seinen Helfern den Namen „Pinkie“. Sein Zustand bereitete den Tierschützern allerdings große Sorgen. t-online
Pinkie wog nach Angaben der Igelhilfe lediglich rund 800 Gramm. Zusätzlich zur roten Farbe hatte das Tier mit einem starken Parasitenbefall zu kämpfen. Die Helfer entdeckten Zecken, Milben und Flöhe. Ob diese gesundheitlichen Probleme unmittelbar mit der Farbattacke zusammenhingen, ist nicht bekannt. t-online
Tierschützer kämpfen tagelang um Pinkies Leben
Bei der Igelhilfe begann eine intensive Versorgung. Mehrere Tage lang erhielt Pinkie Spezialbäder, Medikamente und Futter. Damit wollten die Helfer seinen geschwächten Körper stabilisieren und gleichzeitig die Belastung durch die Farbe und die Parasiten behandeln.
Zwischenzeitlich gab es offenbar Hoffnung. Der Zustand des Igels schien sich zunächst zu stabilisieren. Trotzdem blieb das Tier schwer angeschlagen. Rund eine Woche nach seinem Fund kam schließlich die traurige Nachricht: Pinkie starb trotz der tagelangen Bemühungen seiner Pfleger. t-online
Ob die rote Farbe für seinen Tod verantwortlich war, lässt sich nach den bislang veröffentlichten Informationen nicht eindeutig feststellen. Das Tier war bereits beim Fund geschwächt und stark von Parasiten befallen. Ein direkter ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Besprühen und dem Tod des Igels ist daher bislang nicht belegt. t-online
Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz
Der Fall beschäftigt inzwischen die Ermittler. Polizeisprecher Paul Engelmann bestätigte, dass wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt wird. Wer den Igel mit der roten Farbe besprüht hat und warum, ist derzeit nicht bekannt. t-online
Auch die Frage, wann Pinkie mit der Substanz in Kontakt kam, ist bislang offen. Damit ist ebenfalls noch ungeklärt, ob sich die Tat tatsächlich innerhalb der Kleingartenanlage „Farbenfroh“ ereignete.
Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen den oder die bislang unbekannten Verantwortlichen. Für die Polizei dürfte nun entscheidend sein, ob sich Zeugen finden, die in der Kleingartenanlage oder deren Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht haben.








