Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Verbraucher im Juni: Wichtige Änderungen aktiv verstehen und nutzen

Im Juni treten zahlreiche Änderungen in Kraft, die Verbraucher betreffen. Von neuen Widerrufsregeln im Online-Handel über transparente Honigkennzeichnungen bis hin zu günstigeren Bahnreisen für Familien – erfahren Sie, was jetzt wichtig wird.

Artikel hören

Verbraucher aufgepasst: Das ändert sich im Juni
KI-generiert

Der Monat Juni bringt zahlreiche Neuerungen für Verbraucher mit sich. Unter anderem wird der Widerrufsbutton in Online-Shops eingeführt, die ersten Bundesländer starten in die Sommerferien und der Tankrabatt läuft voraussichtlich aus. Hier sind die wichtigsten Änderungen, die im kommenden Monat zu beachten sind.

Widerrufsbutton in Online-Shops

Ab dem 19. Juni wird es für Verbraucher einfacher, Online-Käufe oder Verträge zu widerrufen. Anbieter sind verpflichtet, eine gut sichtbare und jederzeit zugängliche Schaltfläche für den Widerruf auf ihren Webseiten bereitzustellen. Dies soll den Widerrufsprozess so unkompliziert gestalten, wie den Kauf selbst.

Transparenz beim Honig

Eine neue Regelung, die am 14. Juni in Kraft tritt, verlangt von Herstellern, genauere Angaben zum Ursprungsland von Honig zu machen. Die bisherige Angabe „Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ reicht nicht mehr aus. Zukünftig müssen die Etiketten präzise Auskunft darüber geben, aus welchen Ländern der Honig stammt und in welchem Verhältnis. Zudem wird der Zuckergehalt für Marmelade gesenkt und es gibt neue Kennzeichnungen für Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz.

Gehaltstransparenz am Arbeitsplatz

Bis zum 7. Juni müssen die nationalen Gesetze zur EU-Entgelttransparenzrichtlinie umgesetzt werden. Diese Richtlinie zielt darauf ab, Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen zu verringern. Arbeitgeber sind verpflichtet, Gehaltsspannen in ihren Stellenanzeigen anzugeben, um mehr Fairness auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.

Solarstrom mit Nachbarn teilen

Ab dem 1. Juni wird es einfacher, überschüssigen Solarstrom mit Nachbarn zu teilen. Dies erfordert eine vertragliche Vereinbarung mit dem Nachbarn oder der Hausgemeinschaft sowie die Installation eines Smart Meters. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass dieses Modell für Betreiber von Solaranlagen eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen und die Abhängigkeit vom Energiemarkt verringern kann.

Familienticket der Deutschen Bahn für die Sommerferien

Für die Sommerferien, die in allen Bundesländern von Ende Juni bis Mitte September beginnen, bietet die Deutsche Bahn ein Familienticket zum Pauschalpreis von 99,99 Euro an. Dieses Ticket gilt für Hin- und Rückfahrten mit Fernverkehrszügen und beinhaltet eine Sitzplatzreservierung. Das Angebot kann ab Mitte Juni gebucht werden und gilt für bis zu fünf Reisende.

Sommerferienübersicht 2026

  • Baden-Württemberg: 30. Juli – 12. September
  • Bayern: 3. August – 14. September
  • Berlin: 9. Juli – 22. August
  • Brandenburg: 9. Juli – 22. August
  • Bremen: 2. Juli – 12. August
  • Hamburg: 9. Juli – 19. August
  • Hessen: 29. Juni – 7. August
  • Mecklenburg-Vorpommern: 13. Juli – 22. August
  • Niedersachsen: 2. Juli – 12. August
  • Nordrhein-Westfalen: 20. Juli – 1. September
  • Rheinland-Pfalz: 29. Juni – 7. August
  • Saarland: 29. Juni – 7. August
  • Sachsen: 4. Juli – 14. August
  • Sachsen-Anhalt: 4. Juli – 14. August
  • Schleswig-Holstein: 4. Juli – 15. August
  • Thüringen: 4. Juli – 14. August

Frist für Steuererklärungen

Steuerzahler, die verpflichtet sind, ihre Einkünfte für das Jahr 2025 beim Finanzamt zu melden, haben dafür bis zum 31. Juli 2026 Zeit, sofern sie ihre Steuererklärung selbst erstellen. Bei Unterstützung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein verlängert sich die Frist bis zum 2. März 2027. Freiwillige Steuererklärungen können bis zum 31. Dezember 2026 rückwirkend bis ins Jahr 2022 abgegeben werden.

Ende des Tankrabatts

Autofahrer müssen sich ab Ende Juni voraussichtlich auf steigende Spritpreise einstellen, da die vorübergehende Absenkung der Steuersätze auf Benzin und Diesel um etwa 17 Cent pro Liter ausläuft. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um Verbraucher angesichts der durch den Iran-Krieg gestiegenen Preise zu entlasten. Die Regelung gilt nur für zwei Monate, jedoch haben einige Politiker bereits eine Verlängerung gefordert, falls die Situation im Iran anhält.


Quellen: n-tv

TS