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Vorsicht bei WhatsApp-Benutzernamen: Potenzielle Betrugsgefahren im Blick behalten

WhatsApp führt eine Benutzernamen-Funktion ein, die den Datenschutz verbessern soll. Experten warnen jedoch vor möglichen Betrugsgefahren, da Kriminelle sich als vertrauenswürdige Nutzer ausgeben könnten.

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Benutzernamen in WhatsApp: So kann die neue Funktion zur Betrugsfalle werden
Bildquelle: Brett Jordan auf Unsplash

Einführung von Benutzernamen bei WhatsApp

Der Messenger-Dienst WhatsApp hat die Einführung einer neuen Funktion angekündigt, die es Nutzern ermöglicht, individuelle Benutzernamen zu wählen. Diese Funktion, die seit Ende Juni 2026 verfügbar ist, soll dazu dienen, die Telefonnummern der Nutzer vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Aktuell befindet sich die Funktion noch in einer Reservierungsphase, in der die Nutzer die Möglichkeit haben, ihre gewünschten Benutzernamen zu sichern. Die vollständige Nutzung wird jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr freigeschaltet.

Datenschutz durch Benutzernamen

Mit der neuen Möglichkeit können Kontakte über ihren Benutzernamen anstelle ihrer Handynummer gefunden werden. Diese Umstellung soll den Datenschutz erheblich verbessern, da Nutzer, die sich für ein Pseudonym entscheiden, ihre Telefonnummer in Gruppen nicht mehr preisgeben müssen. In der Vergangenheit konnten Kriminelle in großen Gruppen die Telefonnummern anderer Teilnehmer einsehen, was sie für betrügerische Aktivitäten ausnutzten.

Vorteile für Nutzer ohne Kontaktdaten

Ein zusätzlicher Vorteil dieser Funktion betrifft Nutzer, die WhatsApp den Zugriff auf ihre Kontakte verweigern. Diese Nutzer sahen bisher nur die Telefonnummern in ihren Chats, während nun der jeweilige Benutzername angezeigt wird. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat jedoch angemerkt, dass die tatsächliche Wirksamkeit dieser Änderung erst in der Praxis erprobt werden muss.

Warnung vor möglichen Betrugsfällen

Obwohl die neuen Funktionen Vorteile bieten, warnt die Verbraucherzentrale NRW vor den potenziellen Risiken. Die Verbraucherschützer betonen, dass die Wahl von Benutzernamen auch zu neuen Betrugsmaschen führen kann. Da die Benutzernamen frei wählbar sind, besteht das Risiko, dass Kriminelle sich als vertrauenswürdige Personen oder Institutionen ausgeben. Daher sollten Nutzer vorsichtig sein und unbekannten Benutzernamen nicht blind vertrauen, selbst wenn diese vertraut erscheinen.

Handynummer bleibt sichtbar

Es ist wichtig zu beachten, dass die Handynummer weiterhin eine Grundvoraussetzung für jedes WhatsApp-Konto bleibt und für Meta sichtbar ist. Wenn Nutzer ihren echten Vor- und Nachnamen als Benutzernamen verwenden, geben sie dem Unternehmen zusätzliche persönliche Daten preis. Daher wird geraten, ein Pseudonym zu wählen, um die eigene Privatsphäre zu schützen.

Datenschutzbedenken bei Meta-Diensten

Die Möglichkeit, denselben Benutzernamen wie auf anderen Meta-Diensten wie Instagram oder Facebook zu verwenden, wird kritisch betrachtet. Nutzer, die diese Funktion aktivieren, erlauben Meta ein plattformübergreifendes Tracking, was Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes aufwirft.

Einrichtung der Benutzernamenfunktion

Die Funktion befindet sich derzeit in der Reservierungsphase. Die Möglichkeit zur tatsächlichen Nutzung der Benutzernamen wird in den kommenden Monaten verfügbar sein. Nutzer, die ihren gewünschten Benutzernamen sichern möchten, finden die entsprechende Option in den Einstellungen unter „Konto“ im Bereich „Benutzername“ oder über einen Hinweis im Chat-Reiter.

Aktuelle Informationen zu Betrug und Cybersicherheit

Zusätzlich zu den Neuerungen von WhatsApp gibt es zahlreiche Berichte über Betrugsmaschen und Sicherheitsrisiken im Internet. Nutzer sollten sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informieren, um sich vor potenziellen Bedrohungen zu schützen.


Quellen: news, swr3

Bildquelle: Bildquelle: Brett Jordan auf Unsplash

TS