Im April treten zahlreiche Änderungen in Kraft: Beschäftigte im öffentlichen Dienst erhalten höhere Löhne, während strenge Regeln für Lachgas und kostenlose Lungenkrebs-Früherkennung für Raucher eingeführt werden.
Welche Veränderungen erwarten Verbraucher im April 2026?

Im April 2026 stehen für Verbraucher zahlreiche Änderungen an, die es zu beachten gilt. Der Frühling bringt nicht nur wärmeres Wetter und die bevorstehenden Osterferien, sondern auch einige gesetzliche Anpassungen.
Erhöhung der Gehälter im öffentlichen Dienst
Ab dem 1. April erhalten etwa 925.000 Tarifbeschäftigte der Länder eine Gehaltserhöhung von 2,8 Prozent, mindestens jedoch 100 Euro. Diese Regelung gilt in 15 von 16 Bundesländern, da Hessen separate Verhandlungen führt. Eine weitere Lohnerhöhung ist für den 1. März 2027 vorgesehen.
Osterferien in den Bundesländern
Die meisten Schüler und Lehrer befinden sich bereits seit Ende März in den Osterferien. Lediglich in Hamburg sind die Ferien bereits beendet.
Ferienübersicht
- Baden-Württemberg: 30. März – 11. April
- Bayern: 30. März – 10. April
- Berlin: 30. März – 10. April
- Brandenburg: 30. März – 10. April
- Bremen: 23. März – 7. April
- Hessen: 30. März – 10. April
- Mecklenburg-Vorpommern: 30. März – 8. April
- Niedersachsen: 23. März – 7. April
- Nordrhein-Westfalen: 30. März – 11. April
- Rheinland-Pfalz: 30. März – 10. April
- Saarland: 7. – 17. April
- Sachsen: 3. – 10. April
- Sachsen-Anhalt: 30. März – 4. April
- Schleswig-Holstein: 26. März – 10. April
- Thüringen: 7. – 17. April
Kostenlose Früherkennung von Lungenkrebs
Ab dem 1. April haben starke Raucher Anspruch auf eine jährliche kostenlose Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs. Personen im Alter von 50 bis 75 Jahren, die aktiv rauchen oder früher geraucht haben, können sich alle 12 Monate mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) untersuchen lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.
USB-C-Ladebuchse für Laptops Pflicht
Ab dem 28. April müssen alle in der EU angebotenen Laptops mit einem USB-C-Ladeanschluss ausgestattet sein. Für kleinere Geräte wie Smartphones gilt diese Regelung bereits seit Ende 2024. Geräte, die mehr Leistung als die über USB-C möglichen 240 Watt benötigen, müssen diesen Anschluss zumindest als zusätzliche Buchse bereitstellen.
Verbot von Lachgas für Minderjährige
Ab dem 12. April dürfen Minderjährige in Deutschland kein Lachgas mehr kaufen oder besitzen. Der Online-Handel sowie der Erwerb an Automaten werden ebenfalls untersagt. Der Konsum von Lachgas birgt erhebliche Gesundheitsrisiken, darunter Bewusstlosigkeit und dauerhafte Nervenschäden. Auch für die als K.-o.-Tropfen bekannten Substanzen Gamma-Butyrolacton (GBL) und 1,4-Butandiol (BDO) gelten strenge Regelungen.
Förderung von E-Auto-Ladestellen in Mehrfamilienhäusern
Das Bundesverkehrsministerium startet ein neues Förderprogramm für die Installation von E-Auto-Ladestellen in Mehrfamilienhäusern. Laut Minister Patrick Schnieder stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung, um Wallboxen, Netzanschlüsse und weitere technische Ausstattungen zu finanzieren. Anträge können ab dem 15. April über ein spezielles Förderportal eingereicht werden. Zuschüsse von bis zu 2.000 Euro pro Ladepunkt werden an Wohnungseigentümergemeinschaften, kleine und mittlere Wohnungsunternehmen sowie private Vermieter vergeben.
Änderungen bei der „Miles & More“-Kreditkarte
Kunden des Lufthansa-Bonusprogramms „Miles & More“ müssen sich auf eine neue Kreditkarte umstellen. Die Karten der Deutschen Kreditbank (DKB) verlieren spätestens am 30. April ihre Gültigkeit. Um weiterhin Meilen sammeln zu können, ist ein Wechsel zur neuen Kreditkarte der Deutschen Bank erforderlich, was einen neuen Antrag mit Bonitätsprüfung nach sich zieht.
Neue Pyrotechnik-Regeln in der Schweiz
In der Schweiz ist es ab dem 1. April untersagt, Pyrotechnik in öffentlich zugänglichen Räumen zu zünden. Diese Entscheidung wurde nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana getroffen, bei der 41 Menschen starben und viele verletzt wurden.
Warnhinweise gegen Mogelpackungen in Österreich
Ab dem 1. April müssen Händler in Österreich Warnhinweise anbringen, wenn die Füllmenge eines Produkts bei gleichbleibender Packungsgröße gesunken ist, ohne dass der Preis entsprechend reduziert wurde. Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 15.000 Euro.
Elektronisches Einreisesystem der EU
Die Übergangsphase für das elektronische Grenzsystem der EU endet. Der Passstempel wird abgeschafft, und die Ein- und Ausreise von Nicht-EU-Bürgern wird künftig digital erfasst. Biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder müssen bereitgestellt werden.
Verbesserungen für Hebammen
Hebammen, die Geburten in Krankenhäusern betreuen, erhalten eine bessere Vergütung. Sie sollen Zuschläge für die 1:1-Betreuung auch dann erhalten, wenn die Frauen erst kurz vor der Geburt erscheinen. Zudem entfällt die Notwendigkeit, eine Unterschrift für die Abrechnung telefonischer Beratungen einzuholen.








