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Zunahme der Badetoten in Deutschland: Zahlen steigen im Vergleich zu Vorjahren

Im Juni ertranken mehr als 100 Personen in Deutschland, was den höchsten Wert seit über 20 Jahren darstellt. Besonders betroffen sind junge Männer, oft aufgrund von leichtsinnigem Verhalten. Die DLRG fordert mehr Schwimmausbildung und Aufklärung, um Badeunfälle zu reduzieren.

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Deutlich mehr Badetote in Deutschland
Jörg Fuhrmann (Intermerker) via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Besorgniserregender Anstieg der Ertrinkungsfälle im Juni

Im Juni 2023 wurde ein bedenklicher Anstieg der Ertrinkungsfälle in Deutschland verzeichnet. Über 100 Menschen verloren in diesem Monat ihr Leben durch Ertrinken, was den höchsten Wert für Juni seit mehr als 20 Jahren darstellt. Diese alarmierende Entwicklung ist Teil eines umfassenden Trends, der sich bereits in den ersten Monaten des Jahres abzeichnet, wo eine generelle Zunahme der Badetoten festgestellt wurde.

Statistische Daten zu den Todesfällen

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) berichtete, dass insgesamt 261 Menschen am und im Wasser ihr Leben verloren haben. Dies stellt einen Anstieg von 15 Todesfällen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Besonders auffällig ist die Zunahme tödlicher Unfälle seit Beginn der Badesaison. Zwischen Anfang Mai und Ende Juli sind 189 Menschen ertrunken, die höchste Zahl seit 2019, als in diesem Zeitraum 220 Personen starben.

Einfluss von Hitzewellen auf Badeunfälle

Die anhaltenden Hitzewellen ziehen zahlreiche Menschen an Gewässer wie Flüsse, Seen und Kanäle, was das Risiko von Badeunfällen erhöht. Laut DLRG sind insbesondere junge Männer betroffen, von denen in den ersten sieben Monaten 75 ertranken, im Vergleich zu 49 im Vorjahr. Ein Großteil dieser Opfer war männlich.

Hauptursachen für die Badeunfälle

Ute Vogt, Präsidentin der DLRG, erklärte, dass unüberlegtes Verhalten, oft in Verbindung mit Alkohol oder Drogen, maßgeblich zu zahlreichen Badeunfällen führt. Zudem gibt es viele Personen, die nicht oder nur unzureichend schwimmen können, wodurch sie sich unnötig in Gefahr begeben. Der Anteil männlicher Opfer über alle Altersgruppen hinweg liegt bei 85 Prozent.

Schwimmausbildung und Aufklärung als Lösung

Die DLRG weist darauf hin, dass nach wie vor viele Kinder nicht das Schwimmen erlernen. Es wird geschätzt, dass die Mehrheit der Kinder die Grundschule verlässt, ohne ein Schwimmabzeichen erworben zu haben. Um die Situation zu verbessern, fordert die DLRG mehr Investitionen in die Schwimmausbildung sowie in die Renovierung von Schwimmbädern. Darüber hinaus wird eine umfassende Kampagne zur Aufklärung über die Gefahren im Wasser vermisst.

Gefahren in Binnengewässern

Die meisten Badeunfälle in den ersten sieben Monaten des Jahres ereigneten sich in Binnengewässern. Rund 118 Menschen starben in Seen und Teichen, was einen Anstieg von 22 im Vergleich zum Vorjahr darstellt. In Flüssen und Bächen gab es 90 Todesopfer, das sind 12 weniger als im Vorjahr. In der Nordsee wurden bisher keine Todesfälle registriert, während in der Ostsee 14 Menschen ertranken. Besonders große Binnengewässer wie der Rhein und der Bodensee gelten als gefährlich, da sie viele Badegäste anziehen.

Regionale Unterschiede bei den Badetoten

Bayern verzeichnete in diesem Jahr die höchste Zahl an Badeunfällen. Die DLRG rät dazu, nur an bewachten Badestellen zu schwimmen, um das Risiko zu minimieren. Die DLRG, die größte Wasserrettungsorganisation weltweit, hat etwa 630.000 Mitglieder und setzt sich für die Sicherheit im Wasser ein.



Quellen: tagesschau, taz

Bildquelle: Jörg Fuhrmann (Intermerker) via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS