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Anstieg der Krankenkassenbeiträge zum Jahresbeginn

Kassen passen Zusatzbeitrag an: 45 erhöhen, 45 unverändert, 4 senken – Ausgaben steigen um 5 Prozent.

45 Kassen haben zum 1. Januar den Zusatzbeitrag erhöht. Den Zusatzbeitrag kann jede Kasse selbst festlegen.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Etwa die Hälfte der gesetzlichen Krankenkassen hat zu Beginn des Jahres die Beiträge erhöht. Laut dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin haben 45 Kassen am 1. Januar den Zusatzbeitrag erhöht, 45 Kassen haben ihn unverändert gelassen und vier haben ihn zum Jahreswechsel gesenkt.

Jede Kasse kann den Zusatzbeitrag individuell festlegen. Laut Angaben des Ministeriums beträgt er im Durchschnitt 1,7 Prozent, im Vergleich zu 1,6 Prozent im Vorjahr. Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent und ist gesetzlich auf diesem Niveau festgelegt.

Laut vorläufigen Zahlen der gesetzlichen Kassen, die auch vom Ministerium veröffentlicht wurden, betrugen die Ausgaben im letzten Jahr 306,2 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anstieg von 14,4 Milliarden oder 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den Ausgaben standen Einnahmen von 304,4 Milliarden Euro gegenüber.

Die Gründe für die Ausgabensteigerungen

Das Ministerium nannte gesetzlich vorgeschriebene Zahlungen von 2,5 Milliarden Euro aus den Finanzreserven der Kassen an den Gesundheitsfonds als Gründe für die Ausgabensteigerungen, um die Beitragsstabilisierung der Krankenversicherung sicherzustellen.

Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen stiegen um 6,1 Milliarden Euro. Es gab auch deutliche Zuwächse in anderen Bereichen wie Impfungen, häuslicher Krankenpflege und Krankengeld. Die endgültigen Finanzergebnisse für 2023 werden voraussichtlich erst Mitte Juni veröffentlicht.

dpa