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AfD-Gegner treffen zu Demos in Gießen ein

Bereit für den Protest: Am Morgen kommen Menschen in Gießen an, die gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugend auf die Straße gehen wollen. Es kommt zu Verkehrsbehinderungen.

Die Polizei bereitet sich auf Proteste Zehntausender Menschen in Gießen vor, die gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugendorganisation auf die Straße gehen wollen.
Foto: Boris Roessler/dpa

In Gießen sind am frühen Morgen Gegner der AfD angekommen, um gegen die geplante Neugründung der Jugendorganisation der Partei zu protestieren. Laut einer Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur seien einige von ihnen vereinzelt im Stadtgebiet unterwegs. Zuvor hatte die Polizei auf Verkehrsbehinderungen auf den Straßen in Gießen und Umgebung durch die Anreise hingewiesen.

Es wird erwartet, dass eine hohe Anzahl von Reisebussen ankommt, für die genügend Busparkplätze in der Ringallee zur Verfügung stehen. Ansonsten verlief die Nacht und der Morgen bisher ruhig.

Im Verlauf des Tages planen in Gießen etwa 50.000 Menschen bei etwa 30 angemeldeten Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen gegen die AfD auf die Straße zu gehen. Zu den Organisatoren zählen unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Partei die Linke, Attac, die Jusos sowie Omas gegen Rechts.

Bündnis will Zufahrtswege zum Gründungstreffen blockieren.

Das Bündnis «Widersetzen» hatte zudem bereits seit Wochen angekündigt, Zufahrtswege zu der Gründungsversammlung blockieren zu wollen, um diese zu verhindern. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hatte sich vorab wegen Gewaltaufrufen aus der linken Szene besorgt gezeigt und auch darauf verwiesen, dass Blockaden nicht rechtmäßig seien. Er rechnet mit einer «herausfordernden Großlage» in Gießen – mehrere 1.000 Polizisten aus Hessen und 14 weiteren Bundesländern sollen für Sicherheit sorgen. 

Die AfD will in der mittelhessischen Stadt eine Nachfolgeorganisation für die Junge Alternative (JA) mit dem Namen «Generation Deutschland» (GD) gründen. Die JA hatte sich im Frühjahr aufgelöst, nachdem sich die AfD von ihr getrennt hatte. Als eigenständiger Verein war die JA nur lose an die AfD angebunden gewesen.

dpa