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AfD-Interne Krise eskaliert: Weidel drängt auf Rücktritte und Ermittlungen

Ein Machtkampf erschüttert die AfD: Parteichefin Alice Weidel fordert Rücktritte nach internen Vorwürfen, während Forderungen nach Sonderermittlungen lauter werden. Die Parteispitze ringt um Kontrolle und Aufklärung.

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Foto: Von Olaf Kosinsky - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78177065

Machtkampf in der Parteispitze

Die Krise bei der Alternative für Deutschland spitzt sich weiter zu. Interne Vorwürfe über mögliche Vetternwirtschaft und fragwürdige Personalentscheidungen sorgen für erhebliche Spannungen innerhalb der Bundestagsfraktion und mehrerer Landesverbände.

Parteichefin Alice Weidel soll nach Informationen aus Parteikreisen deutliche Konsequenzen gefordert haben. Demnach drängt sie auf personelle Veränderungen, um weiteren politischen Schaden von der Partei abzuwenden. Bei einem internen Krisentreffen in Berlin fehlte sie jedoch, während Co-Vorsitzender Tino Chrupalla die Leitung übernahm.

Rücktrittsforderung gegen Fraktionsvize

Im Zentrum der Debatte steht unter anderem Stefan Keuter, stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion. Gegen ihn stehen Vorwürfe im Raum, wonach es Unregelmäßigkeiten bei der Beschäftigung einer nahestehenden Person gegeben haben soll. Weidel soll intern seinen Rücktritt verlangt haben.

Keuter weist die Anschuldigungen zurück. Innerhalb der Fraktion wurde ihm offenbar eine Frist eingeräumt, um Stellung zu beziehen. Die Diskussion über mögliche Konsequenzen sorgt für zusätzliche Spannungen in der Parteiführung.

Ordnungsverfahren und interne Prüfungen

Auch gegen den Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt wurde ein parteiinternes Ordnungsverfahren eingeleitet. Hintergrund sind Vorwürfe zu organisatorischen und finanziellen Abläufen in seinem Umfeld. Parteigremien prüfen derzeit, ob weitere Schritte folgen.

Besonders brisant sind zudem Anschuldigungen aus dem Landesverband Niedersachsen. Dort ist von einem möglichen „Posten-Geflecht“ und umstrittenen Finanzierungsmodellen die Rede. Kritiker innerhalb der Partei sprechen von intransparenten Strukturen, während Verantwortliche die Vorwürfe entschieden zurückweisen.

Forderung nach Sonderermittler wird lauter

Innerhalb der Bundestagsfraktion wächst nun der Druck, die Vorwürfe umfassend und unabhängig prüfen zu lassen. Mehrere Abgeordnete sprechen sich für die Einsetzung eines externen Sonderermittlers aus, um die Vorwürfe lückenlos aufzuklären.

Die Parteiführung steht damit vor einer heiklen Gratwanderung: Einerseits will sie Geschlossenheit demonstrieren, andererseits wächst der interne Druck nach Transparenz und klaren Konsequenzen. Die kommenden Tage dürften entscheidend dafür sein, wie tief die Krise die Partei tatsächlich erschüttert.

TS
Quellen: Bild.de