Nach Berichten über ein Treffen mit rechtsextremistischen Aktivisten in Potsdam protestieren Hundertausende auf Deutschlands Straßen. Währenddessen gehen bei der AfD neue Aufnahmeanträge ein.
AfD verzeichnet unter dem Strich weiter Mitgliederzuwachs

Berichte über ein Treffen mit rechtsextremistischen Aktivisten in Potsdam, bei dem mehrere Politiker der AfD zugegen waren, haben der Partei nach eigenen Angaben bei der Mitgliederentwicklung bislang nicht geschadet. Zwischen dem 10. Januar und dem 22. Januar seien etwa 1400 Aufnahmeanträge neu eingegangen, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Im gleichen Zeitraum habe es Austritte «im mittleren zweistelligen Bereich» gegeben.
Laut dem Sprecher habe die Partei seit Jahresbeginn netto etwas mehr als 1000 neue Mitglieder gewonnen und habe derzeit etwa 41.000 Mitglieder. Er betonte jedoch, dass die vollzogenen Eintritte im Januar aufgrund einer einmonatigen Widerspruchsfrist auf Anträge zurückzuführen seien, die bereits im Jahr 2023 gestellt wurden.
AfD verliert in Umfrage
In einer bundesweiten Wahlumfrage hat die AfD an Zuspruch verloren, bleibt aber weiterhin die zweitbeliebteste Partei. In der wöchentlichen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die «Bild» rutscht die Partei im Vergleich zur Vorwoche von ihrem bisherigen Höchstwert von 23 Prozent auf nun 21,5 Prozent ab.
In der Umfrage konnten vor allem die sonstigen Parteien zulegen, die von 8 auf 11,5 Prozent gestiegen sind. Das neue Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gehört auch dazu, wird jedoch hier nicht separat aufgeführt. Die AfD hatte in dieser Umfrage über den Jahreswechsel leicht verloren (minus 0,5 Prozentpunkte). Insgesamt befindet sich die Partei seit Mitte 2022 in allen Umfragen in einem deutlichen Aufwärtstrend.
Die Umfrage mit rund 2000 Befragten im Zeitraum von Freitag bis Montag unterscheidet sich methodisch von einer weiteren wöchentlichen Insa-Befragung für die «Bild am Sonntag», die zwei Tagen zuvor veröffentlicht wurde. Dort lag die AfD im Vergleich zur Vorwoche konstant bei 22 Prozent, das darin separat ausgewiesene BSW kam auf 7 Prozent.








