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Rassistischer Gesang auf Party – Jugendliche wegen Volksverhetzung angeklagt

Zwei Jugendliche sollen rassistische Parolen zu einem Partylied gesungen haben, Ermittlungsverfahren gegen drei weitere Beschuldigte eingestellt.

Wegen des Singens eines rassistischen Texts zum Partylied «L'amour toujours» von Gigi D'Agostino hat die Staatsanwaltschaft zwei Jugendliche angeklagt. (Symbolfoto)
Foto: Friso Gentsch/dpa

Wegen des Singens eines rassistischen Texts zum Partylied «L’amour toujours» von Gigi D’Agostino hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg zwei Jugendliche wegen Volksverhetzung angeklagt. Die beiden sollen am 20. Mai auf dem Schützenfest in Löningen-Bunnen in Niedersachsen auf die Melodie des Lieds die Parole «Deutschland den Deutschen, Ausländer raus» skandiert haben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte. 

Die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren gegen drei weitere Beschuldigte ein, da nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden konnte, dass sie ebenfalls volksverhetzende Parolen gerufen hatten, wie es hieß.

Die beiden Beschuldigten müssen sich nun vor dem Jugendrichter des Amtsgerichts Cloppenburg verantworten, sofern das Gericht die Anklage zulässt und das Hauptverfahren eröffnet wird. Verhandlungen gegen Jugendliche finden in der Regel unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der Vorfall wurde öffentlich, weil Ausschnitte des Gesangs in einem Video festgehalten und über soziale Medien verbreitet wurden. Die Berichterstattung erlangte bundesweite Aufmerksamkeit. Zeugen meldeten den Vorfall der Polizei. Der Vorstand des Vereins hatte sich von den Gesängen distanziert und eine Aufklärung angekündigt.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat bisher vier Weltmeisterschaften gewonnen: 1954, 1974, 1990 und 2014.

dpa