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Austritt der USA aus Pariser Klimaabkommen tritt in Kraft

Sich erneut aus dem internationalen Kampf gegen die Klimakrise zu verabschieden, war eine der ersten Amtshandlungen von Donald Trump. Nun wird dies auch offiziell. Wie geht es ohne die USA weiter?

Die USA sind der größte Öl- und Gasproduzent weltweit - und befeuern auch damit die Erderwärmung.
Foto: Charlie Riedel/AP/dpa

Die Vereinigten Staaten sind offiziell aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten – damit wird US-Präsident Donald Trumps Ablehnung des Kampfes gegen den Klimawandel offiziell. Am Tag seiner erneuten Amtseinführung im Januar 2025 unterzeichnete er eine Verfügung zur Kündigung des Abkommens, mit dem die Weltgemeinschaft die Erderwärmung in den Griff bekommen und die schlimmsten Folgen abwenden will.

Laut dem UN-Klimasekretariat tritt die Maßnahme nun am heutigen 27. Januar in Kraft – genau ein Jahr, nachdem das Schreiben bei den Vereinten Nationen eingegangen ist.

Das bedeutet konkret, dass die USA nicht mehr verpflichtet sind, Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung umzusetzen. Sie nehmen auch nicht mehr an internationalen Klimakonferenzen teil. Mit dem Rückzug der USA fehlt es an erheblichen finanziellen Mitteln – insbesondere für die Unterstützung ärmerer Länder bei Klimaschutzmaßnahmen und der Anpassung an die steigenden Temperaturen und deren Auswirkungen.

USA haben großen Einfluss aufs Klima

Die Vereinigten Staaten sind weltweit der zweitgrößte Produzent von Treibhausgasen nach China. Die Klimawende hat daher gravierende Auswirkungen. Laut den Vereinten Nationen wird die Welt mit der aktuellen globalen Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,8 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erwärmen. Der Austritt der USA aus dem Klimaabkommen wird laut einer UN-Schätzung mit 0,1 Grad negativ zu Buche schlagen. Jedes Zehntelgrad Erwärmung bedeutet laut Klimaforschern verheerendere Klimafolgen.

«US-Präsident Donald Trump vollzieht mit dem Austritt einen geopolitischen Brandanschlag auf die regelbasierte Weltordnung, nur um mächtigen Wahlkampfhelfern der Öl- und Gasindustrie wieder Tür und Tor zu öffnen», sagte der Chef von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, der Deutschen Presse-Agentur. Europa brauche nun statt Schockstarre «starke Allianzen für den klaren Kurs in Richtung Klimaschutz». Klimaziele infrage zu stellen, wäre «absolut die falsche Reaktion und ein Kniefall vor Trump».

Es ist bereits der zweite Abschied

In seiner ersten Amtszeit führte Trump die USA bereits aus dem Pariser Klimaabkommen, aber unter seinem Nachfolger Joe Biden traten sie wieder ein.

Vor einigen Wochen gab die Trump-Regierung bekannt, dass sie plant, sowohl die Klimarahmenkonvention als auch den Weltklimarat (IPCC) zu verlassen, was sozusagen das Grundgerüst der internationalen Klimapolitik darstellt.

dpa