Erst kürzlich sorgte Markus Söder für Aufruhr, weil er das Gendern in Schulen und Behörden in Bayern verbieten will. Baden-Württembergs Landesinnenminister Thomas Strobl zieht jetzt nach.
Baden-Württemberg: Hier soll Gendern verboten werden

Das Gendern mit Sonderzeichen soll in der Sprache der Landesbehörden in Baden-Württemberg verboten werden. Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) verkündete in Stuttgart, dass in einer Verwaltungsvorschrift festgehalten werde, dass Sonderzeichen wie Binnen-I und Gendersternchen in der Verwaltungssprache künftig nicht mehr zulässig seien.
Das würde dann etwa gelten für Schriftverkehr von Ministerien oder Regierungspräsidien. Man würde damit bestehende «Regelungsdefizite» heilen.
Auch andere Bundesländer planen Verbote
Es ist geplant, in Hessen Gender-Sonderzeichen an Schulen und Universitäten zu verbieten. Markus Söder, der Ministerpräsident von Bayern (CSU), beabsichtigt, das Gendern in Schulen und Behörden des Freistaats zu untersagen. In Sachsen und Sachsen-Anhalt gibt es bereits ähnliche Verbote.
Das Innenministerium in Stuttgart hat zuvor einen Antrag für ein Volksbegehren gegen eine Genderpflicht an Schulen und Behörden abgelehnt – aus formalen Gründen. Die Initiatoren hatten Tausende Unterschriften gesammelt und eingereicht. Laut dem Gesetzentwurf sollten die Landesregierung und die ihr nachgeordneten Behörden sowie alle übrigen Einrichtungen des Landes auf Vorgaben zum Gebrauch geschlechtsneutraler Änderungen und Zusätze verzichten.
Laut dem Rat für Rechtschreibung sollte allen Menschen mit geschlechtergerechter Sprache begegnet werden. In der vorherigen Sitzung im Sommer wurde jedoch festgelegt, dass Genderzeichen nicht als integraler Bestandteil der deutschen Rechtschreibung betrachtet werden.








