Die "New York Times" berichtet über die Beteiligung von UNRWA-Mitarbeitern an einem Terroranschlag auf Israel und enthüllt bisher unbekannte Details über ihre Verwicklung.
UNRWA-Mitarbeiter in Terroranschlag verwickelt: Neue Details enthüllt

Die «New York Times» hat neue Informationen über die angebliche Beteiligung von UN-Hilfswerksmitarbeitern an dem Terroranschlag auf Israel am 7. Oktober veröffentlicht.
Laut der Zeitung habe ein Mitarbeiter der UNRWA an der Entführung einer Frau aus Israel mitgewirkt, ein anderer habe Munition verteilt und ein dritter sei an einem Massaker in einem Kibbuz beteiligt gewesen, bei dem 97 Menschen ums Leben kamen. Diese Informationen stammen aus einem israelischen Dossier, das der US-Regierung vorliegt.
Zwölf Beschuldigte
Insgesamt sind zwölf UNRWA-Mitarbeiter in dem Dossier mit Anschuldigungen enthalten. Mehr als die Hälfte von ihnen waren am 7. Oktober als Lehrer oder in anderen Funktionen an Schulen des UN-Hilfswerks tätig. Von den zwölf Beschuldigten sind zehn Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas.
Den Mitarbeitern wird vorgeworfen, der Hamas bei den Angriffen am 7. Oktober geholfen oder sie in den folgenden Tagen unterstützt zu haben. Die «New York Times» schreibt, dass es derzeit keine Bestätigung der Vorwürfe durch die US-Regierung gibt. Washington betrachtet sie jedoch als glaubwürdig.
Die schweren Anschuldigungen gegen zwölf von insgesamt mehreren Tausend UNRWA-Mitarbeiter hatten weltweit für Aufregung gesorgt. Nachdem Israel dem Hilfswerk relevante Informationen übermittelt hatte, stoppten viele westliche Länder vorübergehend ihre Zahlungen an das Hilfswerk, darunter die USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Laut eigenen Angaben unterstützte die Bundesregierung das UN-Hilfswerk allein im Jahr 2023 mit über 200 Millionen Euro.
Informationen des israelischen Geheimdienstes
Gemäß dem von der «New York Times» analysierten Dossier beruhen die Anschuldigungen auf Informationen des israelischen Geheimdienstes. Dieser hat die Bewegungen von sechs UNRWA-Mitarbeitern am 7. Oktober innerhalb Israels anhand ihrer Telefone nachverfolgt. Bei anderen wurden Telefongespräche überwacht, in denen sie ihre Beteiligung am Hamas-Angriff besprachen. Einer wurde per Textnachricht aufgefordert, raketengetriebene Granaten mitzubringen, die in seinem Haus gelagert wurden.
Gemäß der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden bei dem Massaker am 7. Oktober über 1200 Menschen in Israel von Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Palästinensergruppen ermordet. Es wird berichtet, dass immer noch über 130 Geiseln im Gazastreifen in der Gewalt der Hamas verbleiben, darunter auch Kinder und Frauen. Als Reaktion führte Israel massive Luftangriffe und eine Bodenoffensive durch. Dabei sollen laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde über 26.000 Menschen getötet worden sein.
1949 gegründet
Die Vereinten Nationen gründeten 1949 UNRWA, um palästinensischen Flüchtlingen zu helfen. Diejenigen Palästinenser, die 1948 geflohen oder vertrieben wurden, sowie ihre Nachkommen haben Anspruch auf die Dienste der Organisation. Laut Angaben der Organisation sind dies mittlerweile rund 5,9 Millionen Menschen.
UNRWA beschäftigt über 30.000 Mitarbeiter, hauptsächlich Palästinenser. Allein im Gazastreifen arbeiten rund 13.000 Mitarbeiter für die Organisation. UNRWA ist außerdem in Jordanien und im Libanon aktiv.
Die Organisation stellt grundlegende Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheitsversorgung für palästinensische Flüchtlinge bereit. Seit Beginn des Gaza-Kriegs hat sie auch Unterkünfte für Hunderttausende Binnenflüchtlinge zur Verfügung gestellt und humanitäre Hilfe geleistet.








