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USA drängen Israel zu Zugeständnissen im Gaza-Konflikt,USA will begrenzte Rückkehr von Zivilisten ermöglichen

Die von der Hamas geforderte Rückkehr der palästinensischen Zivilisten in den Norden des Gazastreifens ist ein entscheidender Streitpunkt bei den Verhandlungen.

CIA-Cehf William Burns: Die USA will als Israels wichtigster Verbündeter mit ihrem Vorstoß einen Durchbruch bei den seit Wochen stockenden Verhandlungen zur Feuerpause ermöglichen.
Foto: Amanda Andrade-Rhoades/AP/dpa

Laut einem Medienbericht drängen die USA Israel in den indirekten Verhandlungen um eine Feuerpause im Gaza-Krieg und die Freilassung von Geiseln zu Zugeständnissen in einem zentralen Punkt. Die US-Regierung strebt an, dass eine begrenzte Rückkehr von Zivilisten in den umkämpften nördlichen Teil des Gaza-Streifens, der seit sechs Monaten umkämpft ist, ermöglicht wird.

Wie das «Wall Street Journal» unter Berufung auf amerikanische, israelische und ägyptische Beamte berichtete, wollen die USA als Israels wichtigster Verbündeter mit ihrem Vorstoß einen Durchbruch bei den seit Wochen stockenden Verhandlungen ermöglichen. Vertreter der islamistischen Hamas wollen nach eigenen Angaben nach Kairo reisen, um weiterzuverhandeln. Israels Kriegskabinett sollte laut israelischen Medienberichten am Morgen zusammentreten, um zunächst darüber zu beraten, ob es eine Delegation nach Kairo schickt oder nicht.

Heute vor sechs Monaten

Heute dauert der Krieg nun schon sechs Monaten an, ohne, dass ein Ende in Sicht ist. Die von der Hamas geforderte Rückkehr der palästinensischen Zivilisten in den Norden des abgeriegelten Gazastreifens sei ein entscheidender Streitpunkt bei den Gesprächen über eine Waffenruhe und Freilassung von Geiseln in der Gewalt der Hamas, berichtete das «Wall Street Journal».

Israel ist bereit, die Rückkehr von täglich 2000 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, in den Norden zuzulassen. Nach einem von Israel akzeptierten Vorschlag könnten maximal 60.000 Palästinenser zurückkehren. Männer im Alter von 18 bis 50 Jahren wären jedoch ausgeschlossen.

CIA Chef bereitet hochrangiges Treffen vor

Die Menschen, die vor den Kämpfen in den Süden des Küstengebiets geflohen sind, müssen laut israelischen und ägyptischen Beamten israelische Militärkontrollpunkte passieren, um zu verhindern, dass bewaffnete Hamas-Kämpfer erneut in den Norden Gazas eindringen. Die Hamas akzeptiert diese Bedingungen jedoch nicht. Die Hamas teilte mit, dass sie in den Verhandlungen nicht von ihren eigenen Forderungen abweichen werde, darunter ein dauerhafter Waffenstillstand, der Abzug der israelischen Armee aus Gaza und die Rückkehr der Vertriebenen.

Dem Nachrichtenportal «Axios» zufolge will CIA-Direktor William Burns in Kairo den Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, David Barnea, sowie Katars Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani und Ägyptens Geheimdienstchef Abbas Kamel treffen. Israel und die Hamas verhandeln seit Monaten – aber nicht direkt miteinander. Die USA, Katar und Ägypten treten deshalb als Vermittler auf. Im Laufe einer einwöchigen Feuerpause Ende November vergangenen Jahres hatte die Hamas 105 Geiseln freigelassen. Im Gegenzug entließ Israel 240 palästinensische Häftlinge aus Gefängnissen. Knapp 100 der Geiseln, die nach dem Terrorüberfall der Hamas vom 7. Oktober nach Gaza verschleppt wurden, dürften nach israelischen Schätzungen noch leben.

dpa