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Bericht: Westliche Bauteile in Raketen aus Nordkorea verbaut

In Raketen, die Nordkorea an Russland geliefert hat, wurden zahlreiche Bauteile aus westlichen Ländern gefunden. Die Teile kommen auch aus den USA und Deutschland.

Nordkorea um Machthaber Kim Jong Un (l) lieferte Waffen an Russland, die einem Bericht zufolge etliche Bauteile aus westlichen Ländern enthalten.
Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Laut einem Bericht der Organisation Conflict Armament Research wurden Raketen, die aus Nordkorea nach Russland geliefert wurden, mit vielen Bauteilen aus westlichen Ländern hergestellt. Dies ergab die Analyse der Trümmer einer ballistischen Rakete, die in der ukrainischen Stadt Charkiw niedergegangen war.

Laut Angaben wurden in der Rakete 290 elektronische Komponenten verwendet, die nicht aus Ostasien stammten. Viele davon konnten Unternehmen mit Sitz in den USA, Deutschland und anderen Ländern zugeordnet werden.

Ein beträchtlicher Teil der Komponenten war außerdem mit einem Datum versehen und wurde in den letzten drei Jahren hergestellt, so hieß es weiter. Das könnte bedeuten, dass die Waffe erst nach dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 nach Russland gelangt ist.

Nordkorea auf Importe aus Ausland angewiesen

Der Bericht zeigt, dass Nordkorea erfolgreich die UN-Sanktionen gegen das Land umgeht, um Komponenten für ballistische Raketen zu erhalten. Zugleich verdeutlicht dies jedoch auch, wie stark das Land auf Importe aus dem Ausland angewiesen ist.

Laut dem Bericht handelt es sich hauptsächlich um Teile, die im Navigationssystem der Raketen verbaut waren. Neben den USA und Deutschland wurden auch Teile aus Singapur, Japan, der Schweiz, China, den Niederlanden und Taiwan gefunden.

Die Organisation Conflict Armament Research mit Hauptsitz in London wird teilweise von der EU finanziert und analysiert Waffensysteme in Kriegsgebieten hinsichtlich ihrer Lieferketten, die bei ihrer Herstellung verwendet wurden.

dpa