Schwere Bombardierungen und "Ring aus Feuer" in der größten Stadt des Küstenstreifens. Mindestens 47 Palästinenser getötet, 31 davon in Gaza.
Israel setzt militärische Offensive in Gaza mit großer Härte fort

Trotz weltweiter Kritik setzt Israel seine militärische Offensive in der Stadt Gaza mit großer Härte fort. Es gebe schwere Bombardierungen und einen «Ring aus Feuer» in mehreren Teilen der größten Stadt des Küstenstreifens, berichtete das israelische Nachrichtenportal «ynet» unter Berufung auf palästinensische Quellen.
Nach Informationen aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen wurden am Samstag mindestens 47 Palästinenser getötet, davon mindestens 31 in der Stadt Gaza. Die israelische Armee hat sich zunächst nicht geäußert. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Laut der israelischen Armee vom Vortag haben bereits etwa 480.000 Palästinenser die Stadt im abgeriegelten Küstengebiet verlassen. Sie versuchen, in Richtung der sogenannten humanitären Zone Al-Mawasi im Südwesten des Gazastreifens zu gelangen. Vor Beginn der Militäroffensive Israels lebten in der Stadt etwa eine Million Einwohner und Binnenvertriebene des seit fast zwei Jahren andauernden Krieges.
Die Gesundheitsbehörde im Gazastreifen gibt die Zahl der getöteten Palästinenser seit Kriegsbeginn mit mehr als 65.000 an. Es wird zwar nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterschieden, aber bei den meisten Opfern dürfte es sich um Zivilisten handeln. Israel wirft der Hamas vor, Zivilisten als Schutzschilde zu missbrauchen.
Die israelische Armee kämpft gegen die Hamas im Gazastreifen, die zusammen mit anderen Extremistengruppen am 7. Oktober 2023 bei Massakern in Israel rund 1.200 Menschen tötete und mehr als 250 Menschen verschleppte – und den Krieg damit auslöste.








