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Bevölkerungsschutz: Faeser wirbt für neues Bewusstsein

Angesichts zunehmender Naturkatastrophen und von Cyberangriffen wachsen die Herausforderungen für den Bevölkerungsschutz. Bund und Land haben dafür bei einem Aktionstag in Wiesbaden sensibilisiert.

Nancy Faeser (SPD) bei dem zweiten Bevölkerungsschutztag von Bund und Ländern in Wiesbaden. Hier konnten sich Bürgerinnen und Bürger über gute Krisenvorsorge und Engagement im Ehrenamt informieren.
Foto: Andreas Arnold/dpa

   Rund 30 Akteure aus dem Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz haben sich beim zweiten «Tag des Bevölkerungsschutzes» in Wiesbaden präsentiert. Den Aktionstag unter dem Motto «Mitmachen. Mitwirken» hat in diesem Jahr das Land Hessen gemeinsam mit der Bundesregierung in Wiesbaden ausgerichtet. Bei der bundesweiten Zentralveranstaltung zum Bevölkerungsschutztag in der Landeshauptstadt hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) ein neues Bewusstsein für Bevölkerungsschutz und die Versorgung in Krisenfällen gefordert.

Es brauche in Deutschland einen anderen Umgang mit Bevölkerungs- und Zivilschutz, sagte sie. Beides spiele dieser Tage eine besonders große Rolle angesichts des furchtbaren Hochwassers mit vielen Toten in den Nachbarländern Polen, Tschechien und Österreich. «Wir merken die Spuren des Klimawandels, die Veränderung der Katastrophen», sagte sie. «Wir müssen uns anders aufstellen.» Deshalb habe der Bund vor zwei Jahren den Bevölkerungsschutztag ins Leben gerufen. 

Faeser dankte den Ausstellern für ihr Engagement und betonte, dass 90 Prozent der Katastrophenhilfe und des Bevölkerungsschutzes in Deutschland im Ehrenamt geleistet würden. «Das ist etwas sehr Besonderes europaweit», sagte sie. Es sei keine Kleinigkeit, neben Beruf und Familie für andere mitunter auch das eigene Leben zu riskieren. «Das verdient unseren höchsten Respekt.»

Hessens Innenminister mahnt zu Respekt vor Einsatzkräften

«Das Ehrenamt ist unverzichtbar», unterstrich auch Hessens Innenminister Roman Poseck. «Ohne die vielen Ehrenamtlichen könnten wir das alles nicht stemmen, könnten wir den Bevölkerungsschutz nicht gewährleisten», sagte der CDU-Politiker und mahnte zum Respekt vor Einsatzkräften. Übergriffen auf sie müsse man etwas entgegensetzen. 

Laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) waren die inhaltlichen Anliegen des Bevölkerungsschutztages darauf ausgerichtet, gut für Krisenfälle vorzusorgen, die Resilienz der Bevölkerung und staatlichen Strukturen zu stärken sowie das Ehrenamt zu unterstützen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, sich im Stadtzentrum von Wiesbaden über Themen des Bevölkerungsschutzes zu informieren und aktiv mitzuwirken. Die beteiligten Partner bewerteten den zweiten gemeinsamen Bevölkerungsschutztag als großen Erfolg, wie das BKK mitteilte.

dpa