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Blinken sichert Philippinen Unterstützung zu

Die USA und die Philippinen verbindet eine jahrzehntelange Partnerschaft. In Manila bekräftigt Außenminister Blinken eine «eiserne» Unterstützung seines Landes – speziell mit Blick auf China.

US-Außenminister Antony Blinken und der philippinische Außenminister Enrique Manalo.
Foto: Evelyn Hockstein/Pool Reuters/AP/dpa

Der US-Außenminister Antony Blinken hat den Philippinen inmitten wachsender Spannungen mit China eine fortlaufende Unterstützung der USA zugesagt. Hintergrund sind unter anderem die Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer sowie Zwischenfälle zwischen chinesischen und philippinischen Schiffen in dem umstrittenen Gebiet.

Die Sicherheitsverpflichtungen gegenüber dem Partner seien «eisern», sagte Blinken bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Enrique Manalo in Manila. «Diese Wasserwege sind für die Philippinen, ihre Sicherheit und ihre Wirtschaft von entscheidender Bedeutung», sagte er. Für «die Interessen der Region, der Vereinigten Staaten und der Welt» seien sie von entscheidender Bedeutung.

Schon 1951 hatten beide Länder einen Verteidigungspakt unterzeichnet, der eine gegenseitige militärische Beistandsverpflichtung im Falle eines externen Angriffs vorsieht. Im vergangenen Jahr haben Manila und Washington auch ein erweitertes Verteidigungsabkommen und vier neue Standorte für US-Militärbasen in der Region festgelegt. Die Philippinen sind der älteste Vertragspartner von Washington in der Region.

Kritik aus China

Das chinesische Außenministerium hat Blinkens Äußerungen kritisiert. Die USA seien keine Partei in den Fragen des Südchinesischen Meeres und hätten kein Recht, sich einzumischen, sagte Sprecher Lin Jian in Peking. Die militärische Zusammenarbeit zwischen Washington und Manila dürfe die Souveränität Chinas nicht verletzen. China werde weiterhin notwendige Maßnahmen ergreifen, um diese zu verteidigen, sagte er.

Erst Anfang März kam es erneut zu einem Zwischenfall im Südchinesischen Meer. Laut Angaben der philippinischen Küstenwache haben chinesische Schiffe versucht, eine philippinische Versorgungsmission zu blockieren, wobei sie Wasserwerfer einsetzten. Der Nationale Sicherheitsrat des südostasiatischen Inselstaates bezeichnete dies als gefährliche und illegale Manöver. In der umstrittenen Region gibt es regelmäßig Zwischenfälle zwischen den beiden Ländern. Der Streit um das ressourcenreiche Gebiet mit verstreuten Riffen und Inseln westlich der Philippinen und weit südlich von China dauert seit Jahrzehnten an. Die Küstenwachen der Länder führen dort regelmäßig gefährliche Manöver durch. China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich, während auch die Philippinen, Vietnam, Malaysia, Taiwan und Brunei dort Gebiete für sich beanspruchen.

dpa