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Brandenburgs Bildungssystem unter Druck: Mehr Schüler, weniger Lehrkräfte

Brandenburgs Schulen starten mit Rekordschülerzahlen und einem akuten Lehrkräftemangel. Bildungsminister Hoffmann plant Maßnahmen zur Sicherstellung der Unterrichtsversorgung, während Gewerkschaften vor anhaltenden Herausforderungen warnen.

Zu wenig Lehrkräfte für mehr Schüler in Brandenburg
Bildquelle: Taylor Flowe auf Unsplash

Schuljahresbeginn in Brandenburg: Rekordzahlen und Lehrermangel

Der Beginn des neuen Schuljahres wird von Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) als besonders herausfordernd beschrieben. Mit rund 324.400 Schülerinnen und Schülern wird ein neuer Höchststand erreicht, was einem Plus von 1.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Gleichzeitig sieht sich das Bildungssystem mit dem schwersten Lehrkräftemangel seit zwei Jahrzehnten konfrontiert.

Unbesetzte Lehrerstellen und Maßnahmen zur Sicherstellung des Unterrichts

Aktuell sind 313 Vollzeitstellen für Lehrkräfte unbesetzt. Obwohl dies eine Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren darstellt, liegt die Zahl dennoch über den 255 fehlenden Lehrkräften des Vorjahres. Um die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten, plant Hoffmann, dass Schulen vorübergehend Förderstunden reduzieren und Arbeitsgemeinschaften aussetzen können. Diese Maßnahmen sind notwendig, um sicherzustellen, dass die Abschlüsse trotz des Lehrkräftemangels gesichert werden.

Fokus auf Kernfächer und Unterrichtsangebote

Die Schulen dürfen auf Antrag von der vorgegebenen Stundentafel abweichen, jedoch ausschließlich im Wahlpflichtbereich. In den Kernfächern wie Deutsch und Mathematik bleibt die Stundentafel unangetastet. Diese Regelung gilt nur für die Sekundarstufe 1, also Klassen 7 bis 10. Hoffmann hebt hervor, dass jede zusätzliche Unterrichtsstunde von großer Bedeutung ist und bemüht sich, Lehrkräfte aus der Teilzeit zurückzugewinnen.

Zusätzliche Unterrichtsstunden für verbeamtete Lehrkräfte

Ab dem zweiten Halbjahr des Schuljahres 2026/27 soll allen verbeamteten Lehrkräften eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche angeboten werden. Diese Regelung schließt jedoch Lehrkräfte an Schulen mit hohem Sozialindex, Förderschulen sowie beruflichen Schulen aus. Hoffmann sieht hierin eine Chance, die Situation an diesen Einrichtungen zu verbessern.

Politische Entscheidungen und deren Auswirkungen

Die frühere Koalition aus SPD und BSW hatte die Anzahl der Lehrerstellen im Haushalt 2025 um 345 Vollzeitstellen verringert. In der neuen Koalition aus SPD und CDU ist geplant, ab dem Schuljahr 2027/28 insgesamt 250 neue Lehrerstellen zu schaffen. Hoffmann betont, dass diese Zahl konstant bleibt.

Gewerkschaft warnt vor Herausforderungen im Schuljahr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) äußert ebenfalls Sorge über die aktuelle Situation. Der Landesvorsitzende Günther Fuchs bezeichnet das kommende Schuljahr als herausfordernd und warnt, dass die Schwierigkeiten auch im nächsten Jahr fortbestehen werden. Er weist darauf hin, dass über 300 Stellen vakant sind und die Ausfallquote von Lehrkräften höher als in der Vergangenheit ist.

Regionale Unterschiede und Seiteneinsteiger

Besonders ausgeprägt sind die Probleme in Regionen, in denen bereits zuvor zu wenige Lehrkräfte eingestellt werden konnten. Fuchs hebt hervor, dass viele der neuen Einstellungen auf Seiteneinsteiger zurückgehen und nicht von ausgebildeten Lehrkräften stammen. Dies könnte langfristig negative Auswirkungen auf die Unterrichtsqualität haben.

Fazit: Herausforderungen für Brandenburgs Bildungssystem

Zusammenfassend steht Brandenburgs Bildungssystem vor erheblichen Herausforderungen. Die steigenden Schülerzahlen gepaart mit einem signifikanten Mangel an Lehrkräften erfordern dringende Maßnahmen und Anpassungen, um die Bildungsqualität sicherzustellen und den Schülerinnen und Schülern eine angemessene Ausbildung zu bieten.

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Quellen: rbb24, tagesschau

Bildquelle: Bildquelle: Taylor Flowe auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS