Ab Juli können Frauen zwischen 70 und 75 Jahren am Screening teilnehmen, um mehr Leben zu retten. Hoffentlich bald auch für Frauen zwischen 45 und 50 Jahren.
Ausweitung der Brustkrebs-Früherkennung: Frauen bis 76 Jahre zugelassen

Die Brustkrebs-Früherkennung wird erweitert: Frauen können nun bis zum 76. Lebensjahr am Screening teilnehmen. Eine aktualisierte Verordnung des Bundesumweltministeriums tritt heute in Kraft. Laut dem Gemeinsamen Bundesausschuss haben zusätzlich etwa 2,5 Millionen Frauen Anspruch auf die Teilnahme an der erweiterten Untersuchung.
Bisher durften Frauen nur bis zum Alter von 69 Jahren an den Röntgenuntersuchungen teilnehmen. Ab Juli können sich auch Frauen im Alter von 70 bis 75 Jahren zum Mammografie-Screening anmelden. Im vergangenen Jahr hatte der Bundesausschuss die Altersgrenze angehoben. Die Strahlenschutz-Zulassung, die nun erteilt wurde, ist die letzte Voraussetzung für das Inkrafttreten, so der Ausschuss. Frauen zwischen 70 und 75 Jahren können daher ab dem 1. Juli bei den sogenannten Zentralen Stellen einen Termin für eine Untersuchung in einer Screening-Einheit in ihrer Nähe vereinbaren.
Jährlich rund 70.000 Neuerkrankungen
Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sagte: «Durch die erweiterte Altersgrenze können künftig noch mehr Frauen zu den Untersuchungen gehen.» Das finde hoffentlich großen Anklang. «Brustkrebs-Früherkennung kann eine echte Lebensretterin sein.» Brustkrebs ist mit jährlich rund 70.000 Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Seit 2009 wird Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre eine Röntgen-Untersuchung zur Früherkennung angeboten.
Die letzte Früherkennungs-Mammografie muss laut Bundesausschuss mindestens 22 Monate vor dem Screening erfolgt sein. Es ist geplant, dass ab 2026 alle Frauen ab 70 Jahren automatisch eine schriftliche Einladung erhalten. Dafür sind umfangreiche Vorbereitungen erforderlich.
Es ist möglich, dass auch Frauen im Alter zwischen 45 und 50 Jahren bald am Programm teilnehmen können. Laut eigenen Angaben plant der Ausschuss, seine Beratungen in diesem Jahr abzuschließen, um zu entscheiden, ob auch jüngere Frauen am Mammografie-Screening teilnehmen sollen.








