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Bundestag beschließt erleichterten Abschuss von Wölfen

Der Bundestag hat neue Regeln im Umgang mit Wölfen beschlossen. Künftig sollen problematische Tiere schneller abgeschossen werden dürfen – besonders wenn sie wiederholt Nutztiere reißen.

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Foto: depositphotos

Bundestag ändert Regeln für den Umgang mit Wölfen

Der Deutscher Bundestag hat neue gesetzliche Regelungen beschlossen, die den Abschuss von Wölfen erleichtern sollen. Hintergrund ist die wachsende Zahl der Tiere in Deutschland und die zunehmenden Konflikte mit Nutztierhaltern.

Mit der Entscheidung reagiert die Politik auf Forderungen aus der Landwirtschaft, schneller gegen sogenannte Problemwölfe vorgehen zu können.

Schnellere Maßnahmen nach Nutztierrissen

Künftig sollen Behörden schneller eingreifen dürfen, wenn Wölfe wiederholt Nutztiere wie Schafe oder Ziegen angreifen. In solchen Fällen können Abschüsse leichter genehmigt werden.

Ziel der Neuregelung ist es, Tierhalter besser zu schützen und wirtschaftliche Schäden durch Wolfsangriffe zu reduzieren.

Wolf bleibt weiterhin geschützt

Trotz der neuen Regelung bleibt der Wolf grundsätzlich eine geschützte Art in Deutschland und Europa. Abschüsse sind weiterhin nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.

Die Behörden müssen weiterhin prüfen, ob ein Tier tatsächlich für Risse verantwortlich ist und ob andere Maßnahmen wie Herdenschutz nicht ausreichen.

Debatte zwischen Naturschutz und Landwirtschaft

Die Entscheidung sorgt für unterschiedliche Reaktionen. Vertreter der Landwirtschaft begrüßen die geplanten Änderungen, da sie sich seit Jahren über steigende Wolfsrisse beklagen.

Naturschutzorganisationen warnen hingegen davor, den Schutzstatus der Tiere schrittweise aufzuweichen. Sie fordern weiterhin verstärkte Maßnahmen zum Schutz von Herden, etwa durch Zäune oder Herdenschutzhunde.

TS
Quellen: bo.de