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Bundestags-Diäten steigen deutlich: Was Abgeordnete ab Juli 2026 verdienen

Die Diäten der Bundestagsabgeordneten steigen ab Juli 2026 deutlich: Rund 500 Euro mehr erhalten Parlamentarier künftig pro Monat. Grundlage ist die automatische Anpassung an die Lohnentwicklung. Wie hoch das neue Gehalt ausfällt und warum die Erhöhung erneut für Kritik sorgt.

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Foto: NF24 / KI

Der Deutsche Bundestag hat turnusgemäß die Diäten der Abgeordneten angepasst: Ab dem 1. Juli 2026 erhalten alle 630 Parlamentarier monatlich deutlich mehr Geld. Die Erhöhung erfolgt automatisch auf Grundlage des Nominallohnindexes des Statistischen Bundesamtes und ist gesetzlich festgelegt – eine erneute Abstimmung im Parlament war dafür nicht nötig.

Fast 500 Euro mehr im Monat

Ab Juli 2026 steigen die steuerpflichtigen Bezüge eines Bundestagsabgeordneten um rund 4,2 Prozent. Das entspricht einem Plus von etwa 497 Euro pro Monat gegenüber dem bisherigen Betrag von 11.833,47 Euro. Damit liegen die Diäten künftig bei etwa 12.330 Euro monatlich.

Diese automatische Anpassung ist Teil einer Regelung, nach der Abgeordnetendiäten jährlich an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt werden. Grundlage ist der Nominallohnindex, der die durchschnittliche Bruttolohnentwicklung ohne Berücksichtigung der Inflation misst.

Zusätzliche Effekte auch für Pensionen

Die Erhöhung wirkt sich nicht nur auf das laufende Einkommen aus: Da auch die Abgeordnetenpensionen an die Höhe der Diäten gekoppelt sind, steigen auch diese entsprechend. So würde etwa die monatliche Rente nach vier Mandatsjahren künftig etwa 1.233 Euro betragen – ein Betrag, für den ein durchschnittlicher Arbeitnehmer rund 30 Jahre arbeiten müsste, um ihn zu erreichen.

Kritik und öffentlicher Diskurs

Die automatische Diätenerhöhung sorgt in der Öffentlichkeit regelmäßig für Debatten. Kritiker bemängeln, dass die Bezüge der Abgeordneten bereits jetzt deutlich über dem Durchschnittseinkommen liegen und ein solcher automatischer Mechanismus schlecht mit der Lebensrealität vieler Bürger*innen vereinbar sei. Befürworter verweisen dagegen auf die Notwendigkeit angemessener Vergütung, um die Unabhängigkeit und Leistungsfähigkeit parlamentarischer Arbeit zu gewährleisten.

Hintergrund: Wie Diäten geregelt sind

In Deutschland sind die Bezüge der Bundestagsabgeordneten als Abgeordnetenentschädigung gesetzlich geregelt. Sie orientieren sich an der Entwicklung vergleichbarer öffentlicher Dienste – etwa den Bezügen von Richtern an obersten Bundesgerichten – und enthalten neben dem steuerpflichtigen Gehalt auch eine steuerfreie Kostenpauschale für mandatsbedingte Ausgaben.

bh
Quellen: bild.de