Schnelles Ende einer Erkundungsmission. Trump fordert Grönland für die USA, einige Nato-Staaten schickten Soldaten auf die Arktisinsel – jetzt ziehen die Deutschen schon wieder ab.
Bundeswehrsoldaten ziehen aus Grönland ab

Das Erkundungsteam der Bundeswehr wird laut einem Sprecher des Operativen Führungskommandos heute aus Grönland abziehen. Die 15 Soldaten werden die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen, wie zuvor von «Bild» berichtet. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, Sonderzölle gegen acht an der Erkundungsmission beteiligten Länder zu verhängen.
Das deutsche Team ist seit Freitagabend deutscher Zeit in Nuuk, um die Bedingungen für militärische Übungen zu erkunden. Am Samstagabend hieß es noch, dass die Dauer des Aufenthalts ungewiss sei.
Nun sagte der Sprecher des Führungskommandos, das Team habe den Auftrag erfüllt. «Die Erkundungsergebnisse werden in den kommenden Tagen ausgewertet.»
Am Samstag bestand US-Präsident Trump erneut ultimativ darauf, Grönland, das zu Dänemark gehört, den USA einzuverleiben. Er führte Sicherheitsbedenken aufgrund einer angeblichen Bedrohung durch China und Russland in der Region an.
Trump rügte Entsendung der Soldaten
Trump übte auch heftige Kritik daran, dass Deutschland und andere europäische Nato-Staaten auf Einladung Dänemarks einige Soldaten für die Erkundungsmission geschickt haben. Trump erklärte, die Soldaten der Verbündeten seien dort «für unbekannte Zwecke». Dies sei eine «sehr gefährliche Situation» für die Sicherheit, den Schutz und das Überleben des Planeten.
Mehrere NATO-Staaten, einschließlich Deutschland und Frankreich, haben Soldaten auf die Insel geschickt. Es wurde vom Verteidigungsministerium erklärt, dass es darum geht, ob die Arktis sicher ist und inwieweit Deutschland mit seinen NATO-Partnern dazu beitragen kann. Trump kündigte zusätzliche Zölle gegen diese acht europäischen Staaten an.
Die europäischen Nato-Verbündeten sind anderer Meinung als Trump und glauben, dass die USA Grönland nicht übernehmen müssen, um die Arktis zu schützen. Stattdessen könnte dies die Nato gemeinsam übernehmen.








