«Es geht bei dieser Wahl um viel», sagt der CDU-Landeschef mit Blick auf die kommende Landtagswahl – und verbreitet Optimismus: «Ich bin mir sicher, wir werden stärkste Kraft».
CDU Sachsen kürt Kretschmer zum Spitzenkandidaten

Ministerpräsident und CDU-Landeschef Michael Kretschmer ist Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl in Sachsen am 1. September. Der 48-Jährige wurde am Samstag auf einer Vertreterversammlung seiner Partei mit 94,8 Prozent der Stimmen wie erwartet auf Platz eins der Landesliste gewählt. Die knapp 200 Delegierten reagierten mit rhythmischem Beifall. Kretschmer sprach von einem «tollen Signal». Bei seiner Nominierung vor vier Jahren war er auf 96,3 Prozent gekommen.
In einer Ansprache schwor Kretschmer die Delegierten auf den Wahlkampf ein. Er sprach von einer Richtungsentscheidung. «Es geht bei dieser Wahl um viel», sagte er und verbreitete Optimismus: «Ich bin mir sicher, wir werden stärkste Kraft.» In den jünsten Umfragen landete die AfD vor der CDU.
Kretschmer äußerte erneut seine Ablehnung einer Minderheitsregierung. Der Grund dafür ist, dass die derzeitige Koalition aus CDU, Grünen und SPD laut Umfragen keine Mehrheit mehr hat.
Spitzenkandidatin der SPD in Sachsen ist Sozialministerin Petra Köpping. Auf einer Landeswahlkonferenz in Frankenberg stimmten am Samstag 96 Prozent der Delegierten sie. In ihrer Rede hatte Köpping den Zusammenhalt der Menschen in Sachsen in den Vordergrund gestellt. Auch wenn die Stimmung derzeit schlecht sei, «liegt es an uns, den Menschen Zuversicht zu geben. Denn die Lage ist besser als ihr Ruf.» Die SPD stehe für eine Politik, die nicht meckere.
Der Dresdner Stadtrat Robert Malorny kandidiert als Spitzenkandidat für die FDP, die nach zehn Jahren wieder in den Landtag einziehen will. Bei einer Vertreterversammlung am Samstag erhielt er ebenfalls 92,8 Prozent der Stimmen.








