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Chinas geheime Atomwaffenexpansion führt zur Zwangsumsiedlung ganzer Dörfer

China erweitert heimlich seine Atomwaffeninfrastruktur, indem ganze Dörfer abgerissen werden. Eine Recherche von CNN zeigt massive Veränderungen in der Provinz Sichuan, darunter die Errichtung einer großen Kuppel zur Einschlüsse hochradioaktiver Materialien.

China reißt ganze Dörfer für Atomwaffen-Infrastruktur ab
KI-generiert

Die Volksrepublik China intensiviert heimlich ihr Atomprogramm in erheblichem Umfang. Dies geht aus einer Untersuchung eines US-Nachrichtensenders hervor. Um Platz für die Erweiterungen zu schaffen, werden ganze Dörfer abgerissen.

Die Recherchen stützen sich auf Satellitenbilder sowie auf eingesehene Dokumente der chinesischen Regierung. Besonders in der Provinz Sichuan sind signifikante Veränderungen an Atomanlagen zu beobachten.

Neue Entwicklungen in Sichuan

Eine der auffälligsten Neuerungen in der Region ist eine massive Kuppel, die in weniger als fünf Jahren am Ufer eines Flusses errichtet wurde. Diese Kuppel hat eine Fläche von über 3300 Quadratmetern, was der Größe von 13 Tennisplätzen entspricht. Um die Kuppel herum befindet sich eine Stahlbetonkonstruktion, die mit Strahlungsmessgeräten und Drucktüren ausgestattet ist. Experten weisen darauf hin, dass diese Maßnahmen dazu dienen, hochradioaktive Materialien wie Uran und Plutonium einzuschließen.

Eine weitere Produktionsstätte erstreckt sich bis in das Dorf Baitu, wo die ansässigen Bewohner vertrieben wurden. Das benachbarte Dorf Dashan wurde vollständig abgerissen, um Platz für zusätzliche Gebäude zu schaffen. Auf die Ergebnisse der Untersuchung angesprochen, erklärte das chinesische Außenministerium: „Wir sind über die von Ihnen erwähnte Situation nicht informiert.“

US-Vorwürfe und Expertenmeinungen

Jeffrey Lewis, ein Experte für globale Sicherheit, hat die Ergebnisse der Untersuchung überprüft. Er betont, dass die Umstrukturierung der Anlage in Sichuan „beispielhaft für alle Veränderungen“ in Chinas Atomwaffeninfrastruktur sei. „Es sieht so aus, als ob am Ende dieses Projekts eine deutlich höhere Produktionskapazität zur Verfügung stehen wird“, so Lewis.

Im Februar hatte die US-Regierung China beschuldigt, sein Atomwaffenprogramm massiv auszubauen und sogar geheime unterirdische Atomtests durchgeführt zu haben. Die Ergebnisse der Untersuchung belegen zumindest den ersten Vorwurf.

China hingegen sieht in den Vorwürfen eine Schmutzkampagne der Vereinigten Staaten. Der Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums, Jiang Bin, bezeichnete die Äußerungen von US-Offiziellen als Verzerrung der Tatsachen und als Verunglimpfung Chinas. Es sei „allgemein bekannt“, dass das Land „eine Politik des Nicht-Ersteinsatzes von Atomwaffen befolgt“.

Internationale Reaktionen und zukünftige Entwicklungen

Renny Babiarz, Vizepräsident für Analyse und Betrieb bei AllSource Analysis, stellt bei der Auswertung der Satellitenbilder fest, dass vor Ort zahlreiche Veränderungen stattfinden. Seine Analyse deutet darauf hin, dass die umfassende Modernisierung auf eine grundlegende Überarbeitung der zugrunde liegenden Technologie hinweist.

Diese Entwicklungen verstärken die Besorgnis über ein mögliches neues Wettrüsten zwischen den Atommächten USA und China. US-Präsident Donald Trump plant im nächsten Monat einen Besuch in Peking. Bei seinem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping wird voraussichtlich auch ein Abkommen zur nuklearen Abrüstung thematisiert.

Das jüngste Abrüstungsabkommen „New Start“ zwischen Russland und den USA ist Anfang des Jahres ausgelaufen. Trump hat angekündigt, einen neuen Vertrag mit Moskau und Peking anstreben zu wollen.

Ronny Winkler