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Debatte über Bidens Kandidatur – Unruhe in Partei hält an

Öffentlich will sich kein führender Demokrat von US-Präsident Biden abwenden. Doch hinter den Kulissen brodelt es in der Partei. Das Weiße Haus präsentiert den 81-Jährigen als «Kämpfer».

Biden gibt den starken Mann beim Nato-Gipfel.
Foto: Evan Vucci/AP

Trotz der Beharrlichkeit von US-Präsident Joe Biden in der Diskussion über seine Präsidentschaftskandidatur bleibt die Unruhe in seiner Partei bestehen. Bei Treffen im US-Kongress diskutierten Parlamentarier der Demokratischen Partei am Dienstag (Ortszeit) über die politische Zukunft des 81-Jährigen. Obwohl die Parteiführung weiterhin öffentlich zu Biden steht, werden die Forderungen nach einem Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen nicht leiser.

Weiter Zweifel in der Partei an Biden

Laut CNN haben drei Senatoren bei einem Fraktionsessen gesagt, dass Biden bei der Präsidentschaftswahl im November nicht gegen Trump gewinnen könne. Senator Chris Coons, ein Vertrauter Bidens, hat den Präsidenten verteidigt, aber auch betont, dass die Debatte noch nicht abgeschlossen sei. Die demokratische Abgeordnete Mikie Sherrill hat Biden aufgefordert zurückzutreten, damit eine Alternative gefunden werden könne. Zuvor hatten sich bereits etwa sechs Abgeordnete ähnlich geäußert.

Bidens Vize Kamala Harris, die als mögliche Nachfolgerin gehandelt wird, betonte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas, dass eine Präsidentschaftskandidatur niemals einfach sei. Aber Biden sei ein «Kämpfer». Ähnlich stellte es Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre dar. Biden habe in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass seine Kritikerinnen und Kritiker falsch liegen würden. «Er wird weiter kämpfen. Das ist die Quintessenz der Geschichte von Joe Biden» sagte sie. Sie betonte, dass Biden sich bei einer Wiederwahl zu einer vollen zweiten Amtszeit verpflichte. An deren Ende wäre er 86 Jahre alt. 

Bidens mentale Fitness ist Dauerthema

US-Medien berichteten, dass ein Mitglied der US-Marine disziplinarisch abgestraft worden sei, weil es erfolglos versucht haben soll, sich unbefugten Zugang zur medizinischen Akte von Biden zu verschaffen. «Zu keiner Zeit wurden die persönlichen Informationen des Präsidenten kompromittiert», teilte die US-Marine den Berichten nach mit. Der Vorfall soll sich schon im Februar ereignet haben. 

In den Vereinigten Staaten wird debattiert, ob Biden aufgrund seines fortgeschrittenen Alters der geeignete Präsidentschaftskandidat der Demokraten für die Wahl im November ist. Biden sieht sich seit seinem TV-Debakel gegen Trump immer mehr Fragen zu seiner geistigen Fitness ausgesetzt – jedoch ist die Frage, ob Biden mental in der Lage wäre, sein Amt bei einer Wiederwahl vollständig auszufüllen, schon seit geraumer Zeit ein Thema.

Biden weist jegliche Zweifel zurück und lehnt einen kognitiven Test ab. Umfragen, wonach Biden seit der Debatte an Unterstützung verliert, stellt der Demokrat infrage. Aktuell versucht der US-Präsident beim Nato-Gipfel in der US-Hauptstadt Washington als Gastgeber und Anführer des Verteidigungsbündnisses zu punkten.

„Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und endet um 22:00 Uhr“, sagte der Sprecher.

„Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und dauert bis Mitternacht“, sagte der Sprecher.

dpa