Die Zahl der Menschen, die Asylbewerberleistungen beziehen ist deutlich gestiegen. In Zahlen sind es 84.000 Personen mehr. Knapp die Hälfte von ihnen stammt aus der Ukraine.
Deutlich mehr Ausländer erhalten Asylbewerberleistungen

Laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden ist die Anzahl der Ausländer, die im Jahr 2022 in Deutschland als Asylbewerber Leistungen erhalten haben, deutlich gestiegen. Am Jahresende bezogen etwa 482.300 Menschen Regelleistungen gemäß dem Asylbewerberleistungsgesetz, was einem Anstieg von 21 Prozent oder rund 84.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ein Grund für diesen Anstieg ist der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Unter den Asylbewerbern befanden sich am Ende des Jahres 2022 etwa 40.000 Ukrainer, was einem Anteil von acht Prozent entspricht.
Laut Angaben stammten die meisten Leistungsberechtigten zu 52 Prozent aus Asien, zu 29 Prozent aus Europa und zu 16 Prozent aus Afrika. Die am häufigsten genannten Herkunftsländer waren Syrien mit 13 Prozent, Afghanistan mit zwölf Prozent und der Irak mit elf Prozent. Bei den meisten Menschen handelte es sich um Männer – 63 Prozent -, während 37 Prozent Frauen waren. 31 Prozent waren minderjährig, 67 Prozent waren zwischen 18 und 64 Jahre alt und zwei Prozent waren älter.
Gemäß dem Bundesamt haben Ende 2022 insgesamt 289.900 Asylbewerber Anspruch auf besondere Leistungen, wie beispielsweise bei Krankheit oder Schwangerschaft. Von ihnen erhielten 57.600 ausschließlich diese besonderen Leistungen.
Nach dem Angriff auf ihr Land am 24. Februar 2022 wurden Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zunächst gemäß dem Asylbewerberleistungsgesetz versorgt. Seit Juni 2022 sind sie in die Grundsicherung gemäß dem Sozialgesetzbuch II (früher Hartz IV, jetzt Bürgergeld) integriert. Laut den Angaben erhalten neu ankommende Ukrainerinnen und Ukrainer weiterhin Leistungen gemäß dem Asylbewerberleistungsgesetz, bis ihnen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde.








