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Deutschland und Singapur: Vertiefung der Kooperation in unsicheren Zeiten

Deutschland und Singapur setzen auf regelbasierte internationale Zusammenarbeit angesichts geopolitischer Verschiebungen und Unsicherheiten. Die Stabilität einer internationalen Ordnung mit verlässlichen Regeln wird betont.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußert sich auf der ersten Station seiner Reise nach Südostasien und in die Pazifikregion bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen aus Singapur, Vivian Balakrishnan.
Foto: Jens Büttner/dpa

Deutschland und Singapur wollen ihre Kooperation für eine regelbasierte internationale Zusammenarbeit bei Sicherheit und Handel vor dem Hintergrund einer neuen US-Machtpolitik vertiefen. «Wir erleben aktuell geopolitische Verschiebungen und Unsicherheiten. Internationale Kooperationen und multilaterale Institutionen werden infrage gestellt», sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Singapur bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Vivian Balakrishnan. 

Deutschland und Singapur wüssten nur zu gut: «Wir verdanken unsere Freiheit, unsere Sicherheit und unseren Wohlstand einer stabilen internationalen Ordnung mit verlässlichen Regeln», fügte Wadephul hinzu. 

«Die Weltordnung, wie wir sie über acht Jahrzehnte verstanden haben, ist vorbei – eindeutig vorbei», sagte Balakrishnan. Dennoch glaube er weiterhin daran, dass es eine kritische Masse an Staaten gebe, «die an eine regelbasierte Weltordnung glaubt, an Multilateralismus, an die Charta der Vereinten Nationen, an freien und fairen Handel, an wirtschaftliche Integration und an globale Lieferketten». 

Singapur bringt Freihandelsabkommen von EU und Asean ins Spiel

Der Außenminister von Singapur forderte Deutschland und die EU auf, ihre Zusammenarbeit mit Singapur und der gesamten Asean-Region zu vertiefen. In diesem Zusammenhang erwähnte er die Möglichkeit eines künftigen Freihandelsabkommens zwischen der EU und der Asean-Staatengruppe.

Wadephul plante auch in Singapur Gespräche mit Ministerpräsident Lawrence Wong zu führen. Am Nachmittag (Ortszeit) sollte der Bundesaußenminister seine Reise nach Neuseeland fortsetzen.

dpa