Der Konflikt im Iran dauert nun drei Monate und stellt eine Herausforderung für die Weltwirtschaft dar. US-Präsident Trump zeigt sich zunehmend ratlos, während Iran auf militärische Angriffe reagiert und die Verhandlungen ins Stocken geraten.
Drei Monate nach Kriegsbeginn: Trumps Herausforderungen im Iran-Konflikt

Der Konflikt im Iran zieht sich mittlerweile über drei Monate und stellt eine wachsende Herausforderung für die globale Wirtschaft dar. US-Präsident Trump, der anfangs von einem schnellen Sieg überzeugt war, zeigt sich inzwischen zunehmend ratlos.
Der Krieg wurde vor drei Monaten von Trump von seinem Anwesen in Mar-a-Lago aus initiiert. In einem Video auf Truth Social informierte er die Amerikaner über den Beginn der militärischen Auseinandersetzungen mit dem Iran. Der Grund für den Krieg sei ein „auf Fakten basierendes Gefühl“ Trumps, dass Iran eine unmittelbare Bedrohung für die USA darstelle, erklärte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt.
Trump äußerte sich optimistisch über den militärischen Verlauf und bewertete die Situation an der Front mit 15 von 10 Punkten. Nur wenige Tage nach Beginn der Kampfhandlungen verkündete er, dass der Sieg praktisch bereits errungen sei. Wichtige Ziele des Krieges sind der Stopp des iranischen Atomprogramms und die Freigabe eingefrorener Gelder.
Die Reaktionen auf den Krieg sind gemischt. Innerhalb der MAGA-Bewegung gibt es Empörung, und selbst Trump-freundliche Stimmen, wie der Podcaster Joe Rogan, kritisieren den Widerspruch zwischen Trumps Wahlversprechen und seiner Außenpolitik. Viele Amerikaner fühlen sich betrogen, da die Gründe für den Krieg unklar bleiben.
Meinungsumfragen zeigen, dass nur eine geringe Anzahl der US-Bürger Iran als ernsthafte Bedrohung wahrnimmt. Iran reagiert auf die militärischen Angriffe, indem es Ziele auf der anderen Seite des Persischen Golfs angreift und die Straße von Hormus für geschlossen erklärt. Diese Entwicklungen führen zu einem Anstieg der globalen Energiepreise, was die Weltwirtschaft unter Druck setzt. Trump zeigt sich überrascht von Irans Reaktionen und gibt an, dass er nicht gewarnt wurde.
Berichten zufolge könnten sich Iran und die USA auf eine Waffenruhe einigen, was die Situation weiter kompliziert.
Der Krieg wird zunehmend zum innenpolitischen Problem für Trump. Eine Journalistin fragt ihn, wie die Benzinpreise gesenkt werden könnten. Seine Antwort: Ein Rückzug aus dem Iran sei notwendig, was „sehr bald“ geschehen werde. Dies geschah Ende März.
Trump nutzt Truth Social, um seine Gedanken zum Krieg zu teilen. Er wechselt zwischen Drohungen und der Aussicht auf Frieden, fordert bedingungslose Kapitulation und kündigt schließlich eine Waffenruhe an. Gleichzeitig kritisiert er die NATO-Verbündeten, die sich weigern, an der Seite der USA zu kämpfen, obwohl diese im Vorfeld nicht informiert wurden.
Die diplomatischen Bemühungen im Konflikt sind ins Stocken geraten, und Trump hat Teheran erneut mit Konsequenzen gedroht.
Die Ratlosigkeit des Präsidenten wird deutlich, da die militärischen Erfolge nicht zu einem strategischen Sieg führen. Ein Rückgriff auf intensive Bombardierungen scheint keine erfolgversprechende Option zu sein, da die Munitionsvorräte begrenzt sind.
Die häufigen und emotionalen Posts Trumps zeigen den Iranern, dass seine Ungeduld wächst, je länger der Krieg andauert. Diese Schwäche wird von Iran ausgenutzt, indem sie die Verhandlungen in die Länge ziehen und Trumps innenpolitische Probleme verschärfen.
Es wird zunehmend klar, dass die iranische Führung den militärischen Druck überstanden hat. Laut Karim Sadjadpour vom Carnegie Endowment for International Peace glauben beide Seiten, dass sie in diesem Konflikt die Oberhand haben.
Obwohl Trump seine Ambitionen zurückgeschraubt hat und sich nun darauf konzentriert, die Straße von Hormus zu öffnen und eine Lösung für das hochangereicherte Uran des Iran zu finden, zeigt Sadjadpour, dass Iran nicht bereit ist, in diesen Fragen nennenswerte Zugeständnisse zu machen. Ein Ende des Konflikts scheint daher in weiter Ferne zu liegen.
In der Zwischenzeit haben die iranischen Behörden das Internet teilweise wiederhergestellt, nachdem es seit Beginn der Angriffe blockiert war. Vizepräsident Mohammed Resa Aref erklärte, dies sei ein Schritt in Richtung eines regulierten Zugangs zum Internet, um den Forderungen der Bevölkerung nachzukommen.
Quellen: tagesschau, stern, taz








