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Drei US-Soldaten bei Drohnenangriff getötet: Biden droht mit Konsequenzen

US-Präsident Joe Biden bestätigt den Tod von drei US-Soldaten bei einem Drohnenangriff in Jordanien und kündigt an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

US-Präsident Joe Biden: Der Anschlag sei «von radikalen, vom Iran unterstützten militanten Gruppen» verübt worden.
Foto: Jacquelyn Martin/AP

Drei US-Soldaten sind bei einem Drohnenangriff in Jordanien in der Nähe der syrischen Grenze getötet und gut zwei Dutzend weitere verletzt worden. Der Anschlag sei «von radikalen, vom Iran unterstützten militanten Gruppen» verübt worden, die in Syrien und im Irak operierten, teilte US-Präsident Joe Biden am Sonntag mit. Man sei allerdings noch dabei, die Fakten zu dem Angriff zusammenzutragen. Biden drohte: «Haben Sie keinen Zweifel – wir werden alle Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, zu einem Zeitpunkt und in einer Weise, die wir wählen.»

Am Sonntag meldete das zuständige Regionalkommando des US-Militärs, Centcom, dass 25 Soldaten verletzt wurden. Der Angriff fand am Sonntag auf einem US-Stützpunkt in Jordanien statt. Das US-Militär gab keine weiteren Informationen zu dem Vorfall bekannt.

Biden: «Heute ist das Herz der Amerikaner schwer»

Biden betonte, dass die USA «im Kampf gegen den Terrorismus» zusammenstünden. «Es ist ein Kampf, den wir nicht aufgeben werden.» «Heute ist das Herz der Amerikaner schwer», erklärte Biden. «Diese Angehörigen des Militärs verkörperten das Beste, was unsere Nation zu bieten hat: Unerschütterlich in ihrer Tapferkeit.»

Gemäß US-Medienberichten ist es zum ersten Mal seit dem Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober vorgekommen, dass US-Soldaten im Nahen Osten durch einen feindlichen Angriff getötet wurden. Der Sender CNN berichtete, dass die Drohne zwar von Kämpfern kam, die vom Iran unterstützt würden, aber anscheinend aus Syrien stammte. Es ist unklar, warum die Luftabwehr die Drohne nicht abfangen konnte. Die USA haben immer wieder betont, dass sie besorgt sind, dass sich der Konflikt im Nahen Osten zu einem regionalen Krieg ausweiten könnte.

Seit Oktober mehr als 100 Angriffe

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat berichtet, dass eine Drohne proiranischer Milizen in der Nähe der syrischen Grenze zu Jordanien und dem Irak von den Truppen des US-geführten Bündnisses abgeschossen wurde. Diese Milizen hatten versucht, den Militärstützpunkt Al-Tanf anzugreifen, der von den US-Truppen genutzt wird. Seit Mitte Oktober hat die Beobachtungsstelle mehr als 100 Angriffe auf Stützpunkte der Koalition in Syrien gezählt. In einigen Fällen griffen die US-Kräfte daraufhin auch Ziele proiranischer Milizen an.

Es war zunächst unklar, ob es am Sonntag mehrere aufeinanderfolgende Angriffe auf den Stützpunkt gegeben hatte. Der Nachrichtensender Al-Dschasira zitierte erneut einen jordanischen Regierungsvertreter, der angab, dass sich der angegriffene US-Stützpunkt außerhalb von Jordanien befindet.

dpa