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Dresden zeigt Solidarität: Unterstützung für obdachlose Menschen während der Hitzewelle

Die Stadt Dresden informiert über die Gefahren der sommerlichen Hitze für wohnungslose Menschen und bietet umfassende Hilfen durch das Sozialamt sowie Anlaufstellen für Unterstützung und sichere Unterkünfte an. Zudem werden Hinweise gegeben, wie Passanten in Notlagen helfen können.

Risiken der Sommerhitze für wohnungslose Menschen

Die sommerlichen Temperaturen stellen für wohnungslose Personen erhebliche Gesundheitsrisiken dar. Zu den häufigsten Gefahren zählen hitzebedingte Erkrankungen wie Dehydrierung, Sonnenstich und Hitzschlag, die lebensbedrohlich sein können. Aus diesem Grund informiert die Stadt über die vielfältigen Hilfsangebote des Sozialamts sowie seiner Partner und gibt Ratschläge für den Umgang mit betroffenen Personen.

Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann betont die Wichtigkeit von Aufmerksamkeit und Verantwortung in der Gemeinschaft. Ein einfaches Gespräch, das Anbieten eines Getränks oder der Hinweis auf einen kühlen Ort können für Menschen in schwierigen Situationen von großer Bedeutung sein. Die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Dresden stehen jederzeit zur Verfügung, insbesondere an heißen Tagen, um Schutz und praktische Unterstützung zu bieten.

Notfallmaßnahmen und Kontaktstellen

Im Falle einer gesundheitlichen Notlage, wenn jemand desorientiert wirkt oder reglos in der Sonne liegt, sollte umgehend der Rettungsdienst unter der Nummer 112 kontaktiert werden. Falls es schwierig ist, die Person direkt anzusprechen, kann auch um Hilfe von anderen Passanten gebeten werden.

Verfügbare Unterkünfte und Unterstützung

Das Sozialamt bietet ausreichend temperierte und sichere Unterkünfte, in denen wohnungslose Menschen rund um die Uhr, auch tagsüber, Schutz finden können. Hier stehen Duschen, Waschmöglichkeiten und kostenfreies Wasser oder Tee zur Verfügung. Betroffene können sich direkt beim Sozialamt melden. Die Mitarbeiter der Wohnungsnotfallhilfe sind unter der Telefonnummer 0351-4884981 erreichbar. Die Sprechzeiten am Dienstsitz in der Junghansstraße 2, 01277 Dresden, sind dienstags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten können sich Obdachlose an das Übergangswohnheim in der Hechtstraße 10, 01097 Dresden, wenden, das unter 0351-30980195 erreichbar ist.

Tagestreffs und soziale Angebote

Für Personen, die keine stationäre Unterkunft in Anspruch nehmen möchten, stehen verschiedene kommunal geförderte Einrichtungen zur Verfügung:

  • Tagestreff „Schorsch“: Mohnstraße 43, 01127 Dresden. Hier werden Duschen, Waschmöglichkeiten, Aufenthaltsräume, Gespräche sowie Kaffee und Tee angeboten. Hunde sind willkommen. Geöffnet montags und freitags von 8 bis 13 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 18 Uhr. Kontakt: Diakonisches Werk – Stadtmission Dresden gGmbH, Telefon 0351-8038728.
  • Begegnungscafé der Heilsarmee: Reicker Straße 89, 01237 Dresden. Angeboten werden ein kostenloses Frühstück, Mittagessen für 2 Euro, soziale Beratung, Duschen und Waschmöglichkeiten für 1 Euro sowie eine Lebensmittelausgabe für 3 Euro. Geöffnet montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr. Kontakt: Heilsarmee Korps Dresden, Tel. 0351-3179246.
  • Straßensozialarbeit für Erwachsene „Safe DD“: Büro Altstadt, St. Petersburger Straße 14, 01069 Dresden. Sprechzeiten sind dienstags von 13 bis 15.30 Uhr und donnerstags von 11 bis 12.30 Uhr. Kontakt: SZL Suchtzentrum gGmbH, Telefon 0176-76717375.

Trinkwasserversorgung und Abkühlungsmöglichkeiten

In Dresden sind zahlreiche Trinkwasserbrunnen, Wasserspender und Refill-Stationen vorhanden, an denen kostenlos Wasser nachgefüllt werden kann. Zudem bietet die Stadt in diesem Sommer an bestimmten Standorten in der Altstadt und Neustadt Trinkwasser sowie Verneblung zur Abkühlung an. Die genauen Standorte für kostenloses Trinkwasser sind auf der städtischen Webseite veröffentlicht.

Verhaltenshinweise bei hohen Temperaturen

Um gesund zu bleiben, sollten folgende Tipps beachtet werden:

  • Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen: mindestens zwei bis drei Liter pro Tag, vorzugsweise alkoholfreie und nicht eiskalte Getränke.
  • Sonnenschutz: direkte Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden, leichte Kleidung tragen, Kopfbedeckung verwenden und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen.
  • Sich abkühlen: Körper von der Hitze erholen, indem schattige Orte, größere Gebäude oder Kirchen aufgesucht werden. Eine Übersicht über kühle Orte ist ebenfalls verfügbar.

Präventive Maßnahmen und Informationsangebote

Das städtische Hitzeportal bündelt zentrale Informationen zum gesundheitlichen Hitzeschutz. Hier finden sich Hinweise für die Bevölkerung, Informationen zu städtischen Angeboten sowie Materialien für verschiedene Altersgruppen. Die Inhalte werden im Rahmen der Hitzeaktionsplanung kontinuierlich aktualisiert.

Zusätzliche Informationen

Für weitere Details stehen verschiedene Webseiten zur Verfügung, die sich mit Wohnungslosigkeit, Trinkwasserversorgung und kühlen Orten in der Stadt befassen.


Quellen: dresden, tagesschau, taz

Bildquelle: Depositphotos

Ronny Winkler