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1. Mai in Berlin: Demonstrationen mit Pyrotechnik und Eierwürfen

Demonstrierende zogen durch Friedrichshain, Festnahmen und vorzeitiges Demo-Ende bleiben ungeklärt.

2023: Am Tag der Arbeit findet eine Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) unter dem Motto «Ungebrochen solidarisch» statt.
Foto: Hannes P Albert/dpa

Mit Pyrotechnik, Eierwürfen und vereinzelten Steinwürfen sind Demonstrierende am Vorabend des 1. Mai durch Berlin-Friedrichshain gezogen. An der queer-feministischen Demonstration «Take back the night» nahmen nach Polizeiangaben etwa 2800 Menschen teil.

Eine Polizeisprecherin konnte zunächst nicht bestätigen, ob es Festnahmen gegeben hat. Gestern Nachmittag zogen Hunderte Menschen friedlich für Frieden und soziale Gerechtigkeit durch den Berliner Stadtteil Wedding.

Die Polizeibeamten hatten im Vorfeld im linken Friedrichshain mit aggressivem Verhalten gerechnet, da es in den vergangenen Jahren Angriffe auf die Polizei mit Flaschenwürfen und verletzte Polizisten gegeben hatte.

Der Zug hatte sich zudem erst mit deutlicher Verspätung in Bewegung gesetzt. Die Veranstalter beendeten die Demo aber frühzeitig – warum sie das taten, blieb zunächst unklar. Am späten Abend standen noch sehr viele Menschen auf der Warschauer Straße, tanzten und sangen «Take back the night».

Die Demonstration im Wedding unter dem Motto «Für Frieden und soziale Gerechtigkeit» verlief dagegen ohne Störungen wie geplant. Die Polizei sprach von rund 500 Menschen, die Veranstalter schätzten die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf etwa 800. 

Die Polizei wird die zahlreichen Demonstrationen rund um den 1. Mai mit einer großen Anzahl von Beamten begleiten. Am Mittwoch sollen aufgrund der Vielzahl und Größe der Demonstrationen etwa 5500 Polizisten im gesamten Stadtgebiet im Einsatz sein.

dpa