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Elterngeld in Deutschland: Rückgang bei Beziehern, Anstieg bei Elterngeld Plus

Die Zahl der Elterngeldbezieher sank 2023 um 4,3 Prozent. Der Anteil von Elterngeld Plus stieg auf 34,8 Prozent.

Im vergangenen Jahr waren unter den 1,8 Millionen Müttern und Vätern, die Elterngeld erhalten haben, rund 50.400 Personen alleinerziehend.
Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Etwa 1,8 Millionen Frauen und Männer in Deutschland erhielten im Jahr 2023 Elterngeld. Dies bedeutete einen Rückgang der Anzahl der Elterngeldbezieher im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent oder 79.500 Personen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden berichtete.

Erstmals seit der Einführung der Statistik wurden auch Zahlen zu den alleinerziehenden Elterngeldbeziehenden veröffentlicht: Im Jahr 2023 waren unter den 1,8 Millionen Müttern und Vätern, die Elterngeld erhalten haben, ungefähr 50.400 Personen alleinerziehend. 49.300 oder 97,8 Prozent davon waren Frauen.

Väteranteil fast unverändert

Der Prozentsatz der männlichen Bezieher am Elterngeld, auch bekannt als Väteranteil, blieb nahezu unverändert bei 26,2 Prozent. Im Jahr 2015 lag dieser Anteil noch bei 20,9 Prozent und stieg kontinuierlich bis 2021. Sachsen war erneut Spitzenreiter beim Anteil der Väter, die Elterngeld bezogen, mit 30,1 Prozent, gefolgt von Baden-Württemberg (28,4 Prozent), Bayern (28,2 Prozent) und Thüringen (28,1 Prozent). Den niedrigsten Väteranteil verzeichnete 2023 – wie bereits im Vorjahr – das Saarland (20,4 Prozent).

Es gab jedoch deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf die Dauer des Elterngeldbezugs: Im Jahr 2023 bezogen Frauen durchschnittlich 14,8 Monate lang Elterngeld, während Männer im Durchschnitt nur 3,7 Monate anstrebten. Während die geplante Bezugsdauer bei Müttern in den letzten Jahren stetig zunahm, blieb sie bei Vätern praktisch konstant.

Destatis stellte fest, dass der Anteil der Empfängerinnen und Empfänger von Elterngeld, die bei ihrem Elterngeldbezug auch Elterngeld Plus einplanten, auf 34,8 Prozent gestiegen ist. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 32,8 Prozent und 2016, im ersten Jahr nach der Einführung von Elterngeld Plus, bei 20,1 Prozent. Der Elterngeld Plus-Betrag wird in der Regel monatlich niedriger ausfallen als das Basiselterngeld, jedoch wird es dafür über einen längeren Zeitraum gezahlt.

dpa