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EU registrierte 2025 deutlichen Rückgang von Asylanträgen

Die Zahl der in Europa gestellten Asylanträge sinkt. Vor allem Staatsbürger eines Landes kommen weniger. Auch in Deutschland gibt es einen klaren Trend.

Die Zahl der Asylanträge in der EU geht weiter zurück. (Symbolbild)
Foto: Patrick Pleul/dpa

Die Anzahl der Asylanträge, die von der EU-Asylagentur erfasst wurden, ist im letzten Jahr erneut deutlich gesunken. Laut einem nicht öffentlichen Lagebericht der Europäischen Kommission wurden in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie den Partnerländern Schweiz und Norwegen von Anfang Januar bis Mitte Dezember vorläufige Daten zu etwa 780.200 Anträgen registriert. Dies bedeutet einen Rückgang um etwa ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Laut dem Bericht ist der Rückgang der Entwicklung hauptsächlich auf die Abnahme der Asylanträge von Syrern zurückzuführen. Seit dem Sturz des Langzeitherrschers Baschar al-Assad Ende 2024 gibt es im Land Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Über die vertraulich an die EU-Staaten übermittelten Zahlen berichtete zuerst die «Welt am Sonntag». Auch der Deutschen Presse-Agentur liegen sie vor.

Deutschland hat bereits Zahlen veröffentlicht

Das Bundesinnenministerium hat zu Beginn dieses Monats bereits bekannt gegeben, dass die Anzahl der Asylbewerber, die zuletzt nach Deutschland kamen, deutlich gesunken ist. Im Jahr 2025 ging die Zahl der Erstanträge im Vergleich zu 2024 um 51 Prozent auf 113.236 zurück.

Im Lagebericht der EU-Kommission werden sowohl Erst- als auch Folgeanträge berücksichtigt. In Deutschland wurden während des Berichtszeitraums insgesamt etwa 149.100 Anträge gestellt. Danach folgen Frankreich mit 148.600 Anträgen, Spanien mit 137.300 Anträgen und Italien mit 125.800 Anträgen.

Ohne konkrete Zahlen zu nennen, hatte EU-Innenkommissar Magnus Brunner 2025 bereits vor wenigen Tagen ein gutes Jahr für die europäische Migrationspolitik genannt. «Die EU hat die Reform des Migrations- und Asylrechts konsequent vorangetrieben und zentrale Teile des Gesetzespakets umgesetzt», sagte er zum Jahreswechsel. Dazu gehörten ein stärkerer Außengrenzschutz und beschleunigte Verfahren. Die Ergebnisse seien klar sichtbar: Illegale Grenzübertritte seien seit 2023 um mehr als die Hälfte zurückgegangen.

dpa