Am Montag nehmen Ermittler die frühere RAF-Terroristin Klette in Berlin fest. Ihre mutmaßlichen Komplizen könnten sich ebenfalls in der Hauptstadt aufhalten.
Ex-RAF-Terroristen Staub und Garweg vermutlich in Berlin

Die Ermittler vermuten nach der Festnahme der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette, dass sich ihre Komplizen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg möglicherweise in Berlin aufhalten. Dies wurde vom Landeskriminalamt Niedersachsen und der Staatsanwaltschaft Verden mitgeteilt. Daher wird die Fahndung in und um Berlin intensiviert.
Die Ermittler warnten davor, dass in den Wohnungen der beiden Gesuchten möglicherweise Waffen und Sprengstoffe vorhanden sein könnten. Es bestehe die Möglichkeit einer Gefahr für die Bevölkerung. Die Bürgerinnen und Bürger wurden aufgefordert, die Polizei bei der Fahndung zu unterstützen.
Klette lebte mit falscher Identität
Die Ermittler hatten zuvor im Wohnhaus der ehemaligen RAF-Terroristin Klette in Berlin Sprengmittel, mehrere Waffen und eine Panzerfaustgranate entdeckt. Darunter befanden sich eine Kalaschnikow, eine Maschinenpistole und eine Kurzwaffe samt Munition.
Klette wurde am Montagabend in Berlin-Kreuzberg festgenommen. Die 65-Jährige war 30 Jahre lang untergetaucht und soll jahrelang mit einer falschen Identität in der Hauptstadt gelebt haben. Der Name, den sie angeblich benutzt hat, steht jedoch nicht auf dem Klingelschild am Eingang des unscheinbaren Mietshauses.
Die Staatsanwaltschaft Verden und das Landeskriminalamt Niedersachsen haben seit Jahrzehnten nach Klette sowie den ehemaligen RAF-Terroristen Garweg und Staub gesucht. Sie gehören zur sogenannten dritten Generation der RAF. Während ihrer aktiven Zeit wurden der damalige Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991) ermordet, sowie Herrhausens Fahrer schwer verletzt.
Die linksradikale Gruppierung Rote Armee Fraktion (RAF) galt über viele Jahrzehnte als Symbol für Terror und Gewalt im Westen des damals geteilten Deutschlands.








