Der ehemalige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat angekündigt, dass er bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr antreten wird. Diese Entscheidung traf er beim Neujahrsempfang seiner Partei in Passau.
Andreas Scheuer tritt bei Bundestagswahl nicht mehr an

Der frühere Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr antreten. Das kündigte der CSU-Politiker beim Neujahrsempfang seiner Partei in Passau an. Zuerst hatte die «Passauer Neue Presse» darüber berichtet. Scheuer selbst war seit seiner Ankündigung zunächst nicht erreichbar.
Laut der CSU war es für den 49-Jährigen keine leichte Entscheidung. In den vergangenen Wochen und Monaten gab es jedoch im CSU-Bezirksverband Niederbayern bereits mehrmals skeptische Stimmen gegenüber einer erneuten Kandidatur Scheuers, wie von der Deutschen Presse-Agentur berichtet.
Scheuer blickt positiv in die Zukunft
«Ich habe über 20 Jahre meinen Dienst getan und blicke mit großer Dankbarkeit auf diese Zeit. Ich habe sehr viele spannende Menschen kennengelernt, habe sehr viele spannende Aufgaben gemacht. Das erfüllt mich mit Freude und Stolz», zitierte die Zeitung Scheuers Erklärung.
Er blicke «mit unglaublicher Freude» in die Zukunft: «Nicht nur, wenn neues Leben entsteht, ist es schön, sondern auch wenn neue Möglichkeiten entstehen», so Scheuer, der mit seiner Frau Julia im November Nachwuchs bekam. Zu seinen Zukunftsplänen wollte Scheuer sich den Angaben zufolge aber nicht äußern.
Scheuers Karriere
Scheuer hat seit 2002 einen Sitz im Bundestag und repräsentiert dort den Wahlkreis Passau. Er war von 2009 bis 2013 Staatssekretär im Verkehrsministerium und von Dezember 2013 bis 2018 CSU-Generalsekretär an der Seite des damaligen Parteichefs Horst Seehofer. Nach der Bundestagswahl 2018 wurde er im vierten Kabinett von Angela Merkel (CDU) zum Bundesverkehrsminister ernannt.
Scheuer geriet als Minister aufgrund des Misserfolgs der Pkw-Maut stark in die Kritik – auch innerhalb der CSU wurde er von vielen als Belastung angesehen. Im Jahr 2023 trat Scheuer vom einflussreichen Posten des CSU-Bezirksvorsitzenden in Niederbayern zurück und übergab ihn an den ehemaligen Landrat und amtierenden bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter.








