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Explosion an Frachter im Schwarzen Meer – Seemine vermutet

An einem Getreidefrachter im Schwarzem Meer kommt es zu einer Explosion. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Kiew geht von einer russischen Seemine aus. Verletzt wurde niemand.

Ein Getreidefrachter im Schwarzem Meer vor Odessa. (Symbolbild)
Foto: -/Ukrinform/dpa

Auf einem griechischen Frachter im Schwarzen Meer nahe der Mündung der Donau ist es zu einer Explosion gekommen. Das ukrainische Militär ging von der Detonation einer russischen Seemine aus. Ein Vertreter der Reederei NAVA Shipping in Athen sagte hingegen, die Ursache des Unglücks sei noch unklar. «Wir wissen noch nicht, was genau passiert ist, aber der Kapitän hat uns informiert, dass es eine Explosion gab.» Niemand sei schwer verletzt worden, so die Reederei weiter. Das ukrainische Militärkommando Süd sprach bei Telegram von einer «feindlichen Seemine». An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, das gelöscht werden konnte.

Die Website «Maritime Bulletin» berichtete, dass unter oder in der Nähe des Hecks des Frachters «Vyssos» eine Seemine explodiert sei. Das Schiff unter panamaischer Flagge sei auf dem Weg zum ukrainischen Donauhafen Ismajil gewesen, um eine Getreideladung aufzunehmen. Der Kapitän soll das schwer beschädigte Schiff anschließend bewusst auf Grund gesetzt haben, um ein Sinken des Frachters zu vermeiden. An Bord sollen 18 Besatzungsmitglieder gewesen sein, die meisten von ihnen Ägypter.

Teile der Schwarzmeerküste vermint

Aufgrund der Gefahr eines russischen Angriffs vom Meer aus hatte die Ukraine bereits kurz nach Kriegsbeginn im Februar 2022 Teile der Schwarzmeerküste vermint. Im Juni 2023 wurden durch den Bruch eines Damms am Fluss Dnipro zudem zahlreiche Landminen, die im Süden der Ukraine platziert worden waren, ins Meer gespült. Kiew beschuldigt außerdem die russische Schwarzmeerflotte, den Seehandel im Schwarzen Meer mit Minen zu beeinträchtigen.

Aufgrund des russischen Angriffskriegs wird der Transport des weltweit gefragten ukrainischen Weizens über ukrainische Schwarzmeer-Häfen gestört. Daher haben sich der Export über die ukrainischen Donau-Häfen Reni und Ismajil sowie das rumänische Donaudelta zu einer bedeutenden Alternativroute entwickelt.

dpa