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Fotos von Trump mit Epstein auf Schloss Windsor projiziert

Das sind die Bilder, die Donald Trump nicht sehen will: Kurz vor dem Empfang beim König erinnern Aktivisten mit einer aufsehenerregenden Aktion an den Skandal um Sexualstraftäter Epstein.

Vor der Ankunft von US-Präsident Trump versammelten sich Demonstranten. (Archivbild)
Foto: Kin Cheung/AP/dpa

Am Abend vor dem Staatsbesuch von Donald Trump projizierten Aktivisten Fotos des US-Präsidenten mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein auf Schloss Windsor. Eine Art Diashow lief mehrere Minuten lang auf einem Turm des Schlosses, wie in Videos in sozialen Medien zu sehen war. Die Polizei bestätigte den Vorfall. Die Identität der Verantwortlichen war zunächst unklar.

Die Polizei teilte am Dienstagabend mit, es habe vier Festnahmen infolge einer medienwirksamen Aktion in Windsor gegeben, alle vier seien in Gewahrsam. «Wir nehmen jede unautorisierte Aktivität rund um Schloss Windsor sehr ernst», sagte Chief Superintendent Felicity Parker. Die Beamten hätten schnell reagiert und die Projektion gestoppt. 

https://x.com/FinlayD/status/1968051573957021983

Der mittlerweile verstorbene US-Multimillionär Jeffrey Epstein, der in einflussreichen Kreisen verkehrte, hatte einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Mädchen zum Opfer fielen. Der US-Präsident, der einst freundschaftlich mit Epstein verkehrte, wird seit Wochen von der Epstein-Affäre verfolgt. Obwohl er leugnet, von den Machenschaften seines früheren Bekannten gewusst zu haben, lassen die Verschwörungstheoretiker nicht locker.

Auch in Großbritannien sorgte der Epstein-Skandal immer wieder für Aufsehen. Prinz Andrew, der Bruder von König Charles III., war einst mit Epstein befreundet. Ein Opfer beschuldigte ihn, sie als Minderjährige mehrfach missbraucht zu haben. Andrew hat die Anschuldigungen immer bestritten. Ein Gerichtsverfahren endete mit einem Vergleich. Erst kürzlich musste Premierminister Keir Starmer seinen Botschafter in Washington zurückrufen, da auch dieser enge Verbindungen zu Epstein hatte. Die Affäre droht den Besuch von Trump zu überschatten.

Trump und seine Frau First Lady Melania sind am Dienstagabend zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Großbritannien angekommen. Heute Vormittag werden sie zum offiziellen Auftakt auf Schloss Windsor erwartet. Dort werden sie unter anderem mit König Charles und Königin Camilla sowie dem Thronfolgerpaar Prinz William und Prinzessin Kate zusammentreffen. Am Donnerstag sind politische Gespräche geplant. Trump ist der erste US-Präsident, dem die Ehre eines Staatsbesuchs in Großbritannien zum zweiten Mal zuteil wird.

dpa