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Fronleichnam-Gottesdienst auf Erfurter Domstufen

Der Katholikentag in Erfurt nimmt nach der Eröffnung Fahrt auf – ein Dämpfer könnte das Wetter werden.

Erfurts Bischof Ulrich Neymeyr zieht mit der Prozession zum Fronleichnam-Gottesdienst auf dem Domplatz.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Beim anhaltenden Nieselwetter und vor der beeindruckenden Kulisse des Doms haben Gläubige den Fronleichnam-Gottesdienst beim 103. Katholikentag in Erfurt gefeiert.

Erfurts Bischof Ulrich Neymeyr leitete den Gottesdienst zum katholischen Hochfest, der sich dem Motto des Katholikentags, dem Psalmwort «Zukunft hat der Mensch des Friedens», widmete. «Den Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden – wir brauchen ihn dringend, im gesellschaftlichen wie im politischen Raum», sagte Neymeyr. Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), selbst Protestant, nahm an dem Gottesdienst teil.

In Thüringen ist Fronleichnam anders als in einigen anderen Bundesländern kein gesetzlicher Feiertag, außer im Eichsfeld als katholischer Kernregion, in der Katholiken eine Minderheit sind.

«In dieser säkular geprägten Stadt, in der schwierigen Situation vor der Landtagswahl in Thüringen, wollen wir in den kommenden Tagen die Vielfalt des katholischen Lebens sichtbar machen», sagte die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, vor Beginn des Gottesdiensts. Sie betonte die ökumenische und interreligiöse Verbundenheit beim Katholikentag. Auch Vertreter der evangelischen Kirche nehmen teil. Auf Podien und bei Gesprächsrunden geht es auch um das Verhältnis zum Islam und dem Judentum.

Die Veranstalter erklärten, dass sie im ständigen Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst sind, da für Donnerstag teils extreme Regenfälle erwartet werden. Auch in den kommenden Tagen besteht die Möglichkeit von Dauerregen und Gewittern für den größtenteils im Freien stattfindenden Katholikentag. Die Veranstaltung endet am Sonntag, und es werden 20.000 Besucher in der thüringischen Landeshauptstadt erwartet.

dpa