Augenzeugen berichten von Unruhen in Rafah. Dort soll ein Jugendlicher durch Schüsse der Hamas getötet worden sein. Die Terroristen sollen auch immer wieder Hilfslieferungen in ihre Gewalt bringen.
Gazastreifen: Wütende Palästinenser protestieren gegen Hamas

Nach dem Ableben eines Jugendlichen haben wütende Palästinenser im Süden des Gazastreifens gegen die islamistische Hamas protestiert.
Augenzeugen haben von Unruhen in der Grenzstadt Rafah berichtet. Dutzende Menschen waren daran beteiligt. Der Hintergrund waren Vorwürfe, dass bewaffnete Hamas-Mitglieder auf eine Gruppe junger Männer geschossen haben, die im Grenzgebiet zu Ägypten humanitäre Hilfsgüter ohne Erlaubnis an sich nehmen wollten. Dabei wurde ein Jugendlicher getötet und weitere Menschen wurden verletzt. Bei den Protesten wurde laut Berichten auch eine Polizeistation der Hamas in Brand gesteckt.
Plünderungen und chaotische Szenen
Angesichts der israelischen Militäroffensive im schmalen Küstenstreifen wird die humanitäre Lage im Gazastreifen immer schlimmer. Es gibt Plünderungen und chaotische Szenen bei der Verteilung von Hilfsgütern. Der UN-Sicherheitsrat hat in einer Resolution eine Erhöhung der humanitären Hilfe gefordert. Israel besteht darauf, die Lieferungen zu kontrollieren, um Waffenschmuggel zu verhindern. Gleichzeitig betont die Regierung in Jerusalem, dass die Inspektionen die Lieferungen nicht behindern. Stattdessen versagen die UN-Organisationen bei der Verteilung der Hilfsgüter im Gazastreifen. Die UN weisen jedoch darauf hin, dass es unter Kriegsbedingungen kaum möglich ist, Güter weiter zu transportieren und zu verteilen.
Es gibt regelmäßig Berichte von Augenzeugen, denen zufolge bewaffnete Hamas-Mitglieder Hilfslieferungen in ihre Gewalt nehmen. Israel nimmt an, dass diese auch für Terroristen bestimmt sind, die sich im unterirdischen Tunnelsystem verstecken.
Der Gaza-Krieg begann aufgrund des schlimmsten Massakers in der Geschichte Israels, das von Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel begangen wurde. Laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde in Gaza wurden seitdem mehr als 20.000 Menschen in dem Küstengebiet getötet.








