Polizei ermittelt wegen möglicher Gewaltaufrufe im Freitagsgebet, während Hanija in Teheran ermordet wurde.
Imam der Al-Aksa-Moschee festgenommen nach Gebet für getöteten Hamas-Führer

Die Polizei in Israel hat vorübergehend den Imam der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem, Ikrima Sabri, festgenommen, weil er für den getöteten Hamas-Führer Ismail Hanija gebetet hat. Sabri, ein 85-jähriger islamischer Geistlicher, wurde von Polizisten kurz nach dem Freitagsgebet abgeführt, wie sein Anwalt mitteilte. Israelische Medien berichteten, dass die Polizei untersuche, ob Sabri im Freitagsgebet zu Gewalt aufgestachelt habe.
Hanija, der langjährige Auslandschef der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas, wurde während seines Besuchs in Teheran in der Nacht zum Mittwoch gezielt getötet. Die genauen Umstände seines Mordes sind noch unklar. Der Iran und die Hamas beschuldigen Israel, den Angriff ausgeführt zu haben. Israel hat bisher keine Stellungnahme abgegeben.
In den Moscheen des israelisch besetzten Westjordanlands und Ost-Jerusalems gedachten die palästinensischen Prediger in ihren Freitagsgebeten Hanijas. Sabri soll nach Medienberichten gesagt haben, dass die Bewohner von Jerusalem zu Gott beten würden, damit er dem «Märtyrer» seine Gnade schenken möge. «Wir erbeten für ihn Mitgefühl und das Paradies.» Sabri steht auch dem Höchsten Islamischen Rat der Palästinenser vor.
Die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem wird als das drittwichtigste Heiligtum im Islam angesehen. Israel eroberte den Tempelberg-Komplex zusammen mit der Altstadt von Jerusalem im Sechs-Tage-Krieg 1967. Formell werden die muslimischen Stätten von einer jordanischen Stiftung verwaltet. Israel kontrolliert den Zugang, den es auch immer wieder einschränkt.
Hanija wurde am Freitag in der katarischen Hauptstadt Doha beerdigt, wo er zuletzt im Exil gelebt hatte. Die Hamas hatte die Palästinenser im Westjordanland und in Ost-Jerusalem zu einem «Tag des Zorns» aufgerufen. Dieser hätte sich in Protestmärschen im Anschluss an die Freitagsgebete äußern sollen. Der Aufruf blieb nach Berichten von Bewohnern weitgehend wirkungslos.
Israel und die Hamas führen im palästinensischen Gazastreifen Krieg gegeneinander. Auslöser des Blutvergießens war das beispiellose Massaker, das Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober des vergangenen Jahres im Süden Israels verübt hatten. Die Hamas nannte den Überfall die «Al-Aksa-Flutwelle». Auf israelischer Seite wurden dabei mehr als 1200 Menschen getötet und weitere 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive.
„Der Zug fährt um 10:30 Uhr ab“, sagte der Mann am Bahnhofsschalter.
„Die Veranstaltung findet am 15. Juli um 18:00 Uhr im Konferenzsaal statt“, sagte der Sprecher.
„Bitte beachten Sie, dass der Zug um 14:30 Uhr abfährt“, sagte der Bahnhofsmitarbeiter.
„Das Wetter in Berlin wird in den nächsten Tagen sonnig und warm sein“, sagte der Meteorologe.








