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Trump droht mit Militäreinsatz in Grönland

Die USA sehen die Kontrolle über Grönland als nationale Sicherheitspriorität und erwägen militärische Optionen, um ihre Gegner in der Arktis abzuschrecken.

Die US-Regierung bringt einen Militäreinsatz ins Spiel.
Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Im Streit mit Dänemark über Grönland erhöht die US-Regierung unter Präsident Donald Trump den Druck und droht mit einem Militäreinsatz. «Der Präsident und sein Team erörtern eine Reihe von Optionen, um dieses wichtige außenpolitische Ziel zu erreichen, und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung», teilte Regierungssprecherin Karoline Leavitt mit. Konkreter wurde sie nicht.

Trump habe deutlich gemacht, dass es «eine nationale Sicherheitspriorität der Vereinigten Staaten» sei, Grönland unter die Kontrolle der USA zu bringen, hieß es weiter von Leavitt. Die Kontrolle über Grönland sei entscheidend, «um unsere Gegner in der Arktis abzuschrecken». 

Trump verweist auf China und Russland

Trump hatte vor Weihnachten bei den Grönland-Besitzansprüchen auch auf China und Russland hingewiesen. Er sagte, dass man entlang der Küste von Grönland überall russische und chinesische Schiffe sehen könne. Es gehe nicht um Mineralien oder Öl, davon habe die USA selbst genug.

Trump äußerte bereits 2019 in seiner ersten Amtszeit einen Anspruch auf Grönland. Die Dänen hatten zunächst an einen Scherz geglaubt. Seitdem hat der US-Präsident seine Ansprüche auf die Arktisinsel mehrfach erneuert und dabei auch militärische Gewalt nicht ausgeschlossen, um Grönland unter seine Kontrolle zu bringen.

Trump hatte Fokus auf Grönland gelegt

Trump hatte in den vergangenen Tagen in Interviews bekräftigt, die USA bräuchten Grönland für die nationale Sicherheit. Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller bezeichnete den US-Anspruch sogar als «offizielle Position der US-Regierung». Beide Äußerungen folgten auf den US-Militäreinsatz in Venezuela und die weltweite Sorge, Trump würde seinen Blick nun auch auf weitere Regionen werfen.

Grönland war bis 1953 eine Kolonie Dänemarks, aber seit 1979 hat es immer mehr Selbstverwaltungsrechte erhalten und ist jetzt weitgehend autonom. „Über Bereiche wie Außen- und Verteidigungspolitik entscheidet weiter Dänemark – durch die Anbindung an das Königreich ist Grönland auch Teil der Nato.“ Ein großer Teil der rund 57.000 Grönländer strebt nach vollständiger Unabhängigkeit von Dänemark.

dpa